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08. 09. 2010

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C-CONTROL UND USB

C-Control M-Unit oder MICRO über USB Bus mit dem PC verbinden

USB (Universal Serial Bus) hat sich am PC als Standardschnittstelle durchgesetzt. C-Control M-Unit, M-Unit2.x und MICRO haben eine serielle Schnittstelle mit TTL Pegel die man für den Anschluss an einen COM Port vom PC nutzen kann. Dazu muss der TTL Pegel noch in den V.24 Pegel gewandelt werden. Die Standardlösung ist ein MAX232 mit wenigen, zusätzlichen Bauteilen.

Um C-Control mit dem USB Bus verbinden zu können, ist etwas mehr Aufwand erforderlich. Sinnvoll ist ein Gerät, das auf der C-Control Seite die serielle TTL Schnittstelle bereitstellt und auf der PC Seite einen Standard COM Port emuliert (nachbildet). Für den PC existiert also ein COM Port der mit C-Control verbunden ist. Für eine vorhandene Software, welche einen COM Port zur Kommunikation mit C-Control nutzt, ergibt sich kein Unterschied. Die eigentliche, physische Verbindung erfolgt aber mit einem USB Kabel über den USB Bus Die im Computerhandel angebotenen Schnittstellenadapter ermöglichen es einen Standard COM Port mit V.24 am USB Bus nachzubilden. C-Control benötigt aber TTL Pegel. Außerdem sollte das Teil in eigene Geräte zu integrieren sein.
Ich verwende in diesem Beitrag das USB Modul UM 100 von ELV.

USB-Modul

Dieses USB Modul ist als Bausatz oder Fertiggerät lieferbar. Es handelt sich um eine Baugruppe, die in eigene Geräte integriert werden kann und deshalb kein Gehäuse hat. Alle Anschlüsse sind auf einer Stiftleiste zugänglich. Die Belegung ist der Beschreibung zu entnehmen. Einige technische Daten:

USB:
- USB Buchse Typ B
TTL:
- alle RS232 Datenleitungen werden mit TTL Pegel an einer Leiste bereitgestellt - max 115200bit/s Spannungsversorgung wahlweise über den USB Bus oder extern:
- 4,4V - 5,25V Max 40mA Stromaufnahme für das Modul
- über den USB Bus max. 300mA Stromentnahme für andere Verbraucher möglich
Abmessungen:
- 48x40x15mm (LBH)

Den Bausatz muss man selbst zusammenlöten, ist dafür aber deutlich billiger. Da vorwiegend SMD Bauteile Verwendung finden ist der Aufbau nicht kinderleicht. Man sollte schon Erfahrung mit SMD Bauteilen haben. Andererseits: wer löten kann und mit Verstand die Sache angeht, wird Erfolg haben und spart Geld. Jedenfalls hat das selbst gelötete Gerät bei mir auf Anhieb funktioniert. Die Hinweise in der umfangreichen Bausatzbeschreibung zum Aufbau und zur Inbetriebnahme sollte man beachten. Diese Anleitung kann man bei ELV auch als PDF Datei laden. Das USB Modul ist mit zwei Winkeln versehen, um es hinter einer Frontplatte zu befestigen. Zwei LED zeigen den Status der RX und TX Leitung an. Speziell für C-Control sind nur diese zwei Leitungen erforderlich.

USB-CC

Das Bild zeigt, wie das USB Modul mit C-Control verbunden wird. Die Stromversorgung für C-Control kann aus dem USB Modul erfolgen, wenn die Stromentnahme nicht mehr als 300mA beträgt. Dafür muss JP1 auf dem USB Modul in Stellung INT gesteckt werden. Auf dem USB Modul befindet sich eine Feinsicherung in SMD Ausführung im Zweig der Stromversorgung vom PC. Das ist sozusagen die Notbremse. Man sollte Kurzschlüsse oder Überlastungen besser vermeiden da das Wechseln dieser Sicherung aufwendig ist. Die Datenleitungen RXD und TXD führen TTL Pegel und sind deshalb möglichst kurz zu halten .

Es ist ebenfalls der Anschluss der Baugruppe C-Control Main Unit1 möglich. Dazu muss man den MAX232 aus der Fassung nehmen. Das ist der Pegelwandler nach V.24 für die Verbindung mit einer COM am PC. Dieser Schaltkreis ist für den Anschluss am USB Modul nicht erforderlich. Auf der Fassung entsprechen Pin12 RXD und Pin11 TXD der C-Control und sind entsprechend dem Bild mit dem USB Modul zu verbinden. GND und +5V sind über die normalen Buchsenleisten zugänglich.

Die folgenden Informationen beziehen sich auf WXP, lassen sich aber auch mit W98SE nachvollziehen. Ist das USB-Modul fehlerfrei aufgebaut, gestaltet sich die Inbetriebnahme einfach. Getestet habe ich W98SE und WXP-SP2. Das Modul wird mit einem USB Standardkabel an den PC angeschlossen. Der PC erkennt ein neues USB Gerät und verlangt die Treiberdiskette. Der Vorgang ist in der Bausatzbeschreibung im Abschnitt Treiberinstallation erklärt. Nach erfolgreicher Installation findet sich im Gerätemanager von Windows ein neues Gerät: USB Serial Port

Gerätemanager

Bei der Installation wird diesem Gerät der nächste freie COM Port zugewiesen (im Beispiel COM4).

Hyperterm Einstellungen1

Hyperterm Einstellungen2

Für einen einfachen Test startet man Hyperterm und richtet eine Direktverbindung zu der COM ein, welche im Gerätemanager für das USB Modul angezeigt wird. Dieser COM Port wird konfiguriert mit 9600,8,1,n kein Protokoll und Echo aus.

Drückt man nun eine Taste sollte am USB Modul die RX LED flackern. Jetzt verbindet man am USB Modul den Anschluss RXD mit TXD durch eine Drahtbrücke. Eingaben der Tastatur sollten nun auf dem Bildschirm erscheinen und auf dem USB Modul beide LED flackern. Dieser Test muss funktionieren. Erst dann kann das USB Modul mit C-Control verbunden werden.

Eine Software, die mit C-Control kommunizieren will, muss den COM Port, auf dem das USB Modul arbeitet, unterstützen. Die meisten Programme unterstützen COM1 bis COM4. Das trifft auch auf die Standard Entwicklungsumgebung der C-Control zu. In dieser wird unter

-Optionen- -Umgebung- -Simulator und Lader-

die Schnittstelle festgelegt.

CC Entwicklungsumgebung

Belegt das USB Modul im Gerätemanager z.B. COM4 dann stellt man in der Entwicklungsumgebung auch COM4 ein.

Ein Problem ergibt sich, wenn bei der Installation dem USB Modul ein höherer Wert als 4 zugewiesen wurde. Das passiert immer dann, wenn COM1 bis COM4 schon durch andere Geräte (z.B. internes Modem) belegt sind. Im Windows Gerätemanager kann bei Eigenschaften vom USB Modul der COM Port beliebig festgelegt werden. Man muss nun sehen ob ein Gerät, das COM1 bis COM4 belegt, auf einen anderen Port gelegt werden kann. Notfalls muss man das Gerät deaktivieren. Andernfalls wird es Gerätekonflikte geben.

USB Modul Einstellungen

Diese Probleme haben nichts mit dem USB Modul zu tun, sondern sind abhängig von der verwendeten PC Hardware im Zusammenwirken mit dem Betriebssystem. Besonders Notebooks sind da eigenwillig. Bei solchen Aktionen hat sich gezeigt, das ein Neustart des Windows PC notwendig werden kann.

Fazit:
Einmal richtig installiert arbeitet das USB Modul sehr zuverlässig mit C-Control zusammen. Es unterstützt die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten von M-Unit 2.x und MICRO. Für die Programmierung ist keine zusätzliche Spannungsquelle erforderlich.

Unter der Bezeichnung UO 100 bekommt man ein USB Modul bei ELV auch mit optischer, galvanischer Trennung auf der RS232 Seite.

M.L. 12/2004

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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