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DCF MODUL
DCF Modul an C-Control M-Unit anschließen
In das Betriebssystem der C-Control M-Unit ist eine
RTC (Real Time Clock = Echtzeituhr) integriert. Diese
Uhr beginnt nach der Spannungszufuhr bzw. nach einem RESET der M-Unit
zu arbeiten. Das ist unabhängig davon, ob der Autostart Jumper gesetzt
ist. Die Genauigkeit wird durch die Taktfrequenz der M-Unit bestimmt.
Es werden die Zeit: Stunden - Minuten - Sekunden und das Datum: Wochentag
- Tag - Monat - Jahr, ständig aktualisiert. Die Werte stehen in Speicherzellen
die man mit C-BASIC Befehlen lesen und beschreiben kann. Nach der Spannungszuführung
beginnt die Zeit ab 0:0:0 und das Datum ab 1.1.97. Die möglichen Werte,
welche die Speicherzellen annehmen können, sind in der Hilfe zur BASIC
Entwicklungsumgebung erklärt. Das Betriebssystem der C-Control enthält
leider Fehler. Das betrifft z.B. den Wochentag welcher Werte von 1 (Mo)
bis 7(So) annimmt. Weitere Hinweise, auch zum Problem von geänderten Taktfrequenzen
der C-Control, findet man auf der Seite von . Die Uhr funktioniert nur, wenn Spannung vorhanden ist und
beginnt nach einer Spannungsunterbrechung wieder am Anfang. Wenn man mit
C-Control zeitgesteuerte Aufgaben lösen will, muss man dafür sorgen, das
die Zeit nach jedem Start oder Reset gestellt wird. Ein, hier ladbares,
kleines ermöglicht
das Stellen der Uhr in Verbindung mit einem Terminalprogramm (z.B. Hyperterm
9600,8,1,n - lokales Echo an). Für die Verbindung M-Unit und PC ist ein
Pegelwandler TTL nach V.24 (z.B. Programmieradapter) und ein Nullmodem
Kabel erforderlich.
Den Stellvorgang kann man automatisieren, wenn am Eingang
DCF/FREQ1 der M-Unit das Signal eines DCF Empfängers angeschlossen wird.
DCF Empfänger gibt es von vielen Anbietern in verschiedenen Bauformen
von der einfachen Leiterplatte bis zum wasserdichten Modul für die Außenmontage.
Ich benutze hier ein Modul von .
Es ist grundsätzlich möglich, ein DCF Empfangsmodul selbst herzustellen.
Einige technische Daten des ELV Moduls:
Abmessungen: Leiterplatte 18x28mm, Ferrit Antenne 50x11mm
Versorgungsspannung: 1,2 bis 15V
Stromaufnahme bei 5V: < 3mA
Signalausgang: Transistor - Open Collector
Anschluss: Lötanschlüsse
Das DCF Modul enthält Empfänger, Filter und Demodulator
für das DCF Signal aus der Nähe von Frankfurt (Main). Dieser Sender arbeitet
auf der Langwellen Frequenz 77,5KHz. Die Zeit bekommt der Sender von der
PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt) in Braunschweig. Umfangreiche
Informationen zum Übertragungsprinzip bekommt man auf der .
Anschluss des DCF Moduls an die M-Unit:
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DCF-Modul
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M-Unit
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| GND |
GND |
| +VCC |
+5V |
| Signal |
DCF/FREQ1 |
Ich benutze ein dreiadriges, etwa 1m langes, geschirmtes
Kabel. Das Kabel kann mit Sicherheit länger sein, ich habe das aber nicht
getestet. Der Schirm wird mit GND verbunden. Das Modul habe ich in ein
Plastikgehäuse, wie es zur Auslieferung von empfindlichen, elektronischen
Bauteilen verwendet wird, eingesetzt.

Für Außenanwendungen kann man dieses Gehäuse mit Kunstharz
ausgießen. Der Open Collektor Ausgang für das Signal muss mit einem Widerstand
(10 - 100KOhm gegen +VCC) abgeschlossen werden. Dieser Widerstand ist
auf der M-Unit schon vorhanden (10KOhm).

Ich habe einen Widerstand trotzdem angebracht, weil ich
das Modul auch für andere Anwendungen nutze. Das Anschlusskabel ist zur
Zugentlastung im Deckel mit Isolierschlauch festgelegt.

Ein einfacher Funktionstest kann mit einem TTL-Pegel
Prüfstift erfolgen. Dazu wird das Modul an GND und +5V angeschlossen und,
wie das Bild zeigt, ausgerichtet. Mit dem Prüfstift sind am Anschluss
-Signal- regelmäßige Impulse von high nach low nachzuweisen.
Einige Hinweise zum Aufstellungsort: Die Antenne muss
grob, wie das Bild zeigt, mit der breiten Seite in Richtung Frankfurt
(Main) ausgerichtet werden. Die Antenne muss wagerecht, nicht hochkant,
angebracht sein. Mit einem einfachen Taschenempfänger sollte auf Mittelwelle,
besser noch auf Langwelle, am Antennenstandort störungsfreier Empfang,
auch schwacher Sender möglich sein. Alles was Funkwellen abschirmt, verschlechtert
den Empfang. In einem Fahrstuhl oder unter einem Kupferdach ist kaum Empfang
möglich. Die Antenne darf nicht in der Nähe von Geräten angebracht werden,
die Störungen erzeugen. Dazu zählen besonders Fernsehgeräte, Computer
Monitore, Telefone mit Display und sogar die M-Unit selbst. Es macht keinen
Sinn die Antenne mit der M-Unit gemeinsam in ein Gehäuse dicht beieinander
anzuordnen.
Ist der Test mit dem TTL-Pegel Prüfstift erfolgreich,
kann man das Modul an die M-Unit anschließen. Zur Funktionskontrolle startet
man das BASIC Testprogramm und drückt bei den Abfragen einfach die ENTER
Taste solange, bis im Terminalprogramm Zeit und Datum ständig angezeigt
werden. Die Uhr ist jetzt noch nicht gestellt. Nach etwa drei Minuten
sollten dann die richtige Zeit und das richtige Datum angezeigt werden.
Die Zeitdauer ist systembedingt und nicht zu beeinflussen.
Bei der Anzeige des Jahres ist folgendes zu beachten:
Das Jahr wird nur zweistellig angezeigt. Der Wert für das Jahr liegt zwischen
0 und 99. Das ist systembedingt und hat nichts mit der M-Unit zu tun.
Die RTC der M-Unit startet mit dem Wert 97 für das Jahr 1997. Das ist
der Produktionsbeginn der M-Unit. Zu der Zeit, wo dieser Beitrag geschrieben
wird, zeigt das Jahr den Wert 4 für das Jahr 2004. Wenn eine Anwendung
in irgendeiner Weise das Jahr auswertet, muss der Programmierer selbst
entscheiden ob ein Problem entstehen kann und im Zweifelsfall dafür sorgen,
das er sich im richtigen Jahrhundert befindet ;-)).
Im Gegensatz zur C-Control Main Unit1 hat die M-Unit
keine LED Anzeige für das DCF Signal. Dieses Signal ist auch nicht auf
den Anschlussleisten herausgeführt. Auf dem Controller Chip ist das der
Port PA4 am PIN27. Man könnte dort eine Low Current LED mit einem Widerstand
(1KOhm) in Reihe nach +5V anschließen. Eleganter ist die Abfrage, ob das
DCF Signal die RTC synchronisiert, mit Software. Das Testprogramm zeigt
eine Möglichkeit.
M.L. 03/2004
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