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08. 09. 2010

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DCF UHR

Eine Wohnraumuhr mit C-Control

Warum sollte man sich eine Uhr selbst basteln? Geld kann man dabei nicht sparen. Im Gegenteil ist die vorgestellte, selbst gebaute Uhr, recht teuer, selbst wenn man die Arbeit nicht rechnet. Andererseits sind elektronische Uhren vom Aufbau interessant und man kann seine eigenen Ideen umsetzen. Man hat also ein Einzelstück welches man in keinem Laden dieser Welt kaufen kann. C-Control bietet sich für so ein Projekt an, denn es ist schon eine komplette Uhr im Betriebssystem enthalten. Wenn man einen DCF Empfänger anschließt, wird diese interne Uhr automatisch auf das DCF Signal aus Frankfurt (Mainflingen) synchronisiert. So entstand also die Idee für den Bau einer Uhr mit vorerst folgenden Eigenschaften:

- Anzeige Zeit:
4x 7Segment LED: 24 Stunden - Minuten
17x LED: Sekunden 1-5 in Einerschritt, 5-60 in Fünferschritt

- Anzeige Datum Abwechselnd mit Uhrzeit Anzeige: Tag, Monat 7x LED: Wochentag
- Anzeige Innentemperatur - (Option) Abwechselnd mit Uhrzeit- und Datum Anzeige
- Anzeige Status - 1x LED: DCF synchron 1x LED: Schlagwerk eingeschaltet
- Schlagwerk - abschaltbarer mechanischer Stundengong 1x -12x zur vollen Stunde, 1x zur halben Stunde
- Infrarotfernsteuerung mit normaler, vorhandener Fernbedienung Schlagwerk ein/aus Uhr- Datum- Temperaturanzeige Modus: nur Uhr, Uhr - Datum abwechselnd, Uhr - Datum - Temperatur abwechselnd

- Sonstige Funktionen:
- automatische Helligkeitsregelung aller Leuchtanzeigen mit Raumlichtsensor
- V.24 Schnittstelle für Anschluß an COM eines PC

Der vorläufige Übersichtsplan:

Übersicht

Erste Vorstellungen über das Aussehen:

- Holzgehäuse 260x260x100 (mm).
- Kirschbaum gebeizt, passend zu vorhandenen Möbeln.
- Vorwiegend blaue LED, die 7Segment LED sind 20mm hoch.
- Austauschbare Frontfolie.
- Der handelsübliche Netztrafo befindet sich außerhalb des Gehäuses.

Frontansicht (Entwurf)

Die Maße sind vorwiegend am Computer ausprobiert. Dafür eignet sich jedes Programm für maßstabgerechtes Zeichnen am Rechner. Der mechanische Aufbau muß einfach sein, da ich nur wenig Möglichkeiten zur Holzbearbeitung habe und auf den Baumarkt angewiesen bin. Ich habe wiederum für die Leiterplatten die Freeware Version von EAGLE vorgesehen. Ich möchte nur einseitige Platinen und der Platz der Freeware Version ist begrenzt. So ergeben sich mehrere Platinen und entsprechende Verdrahtung, im Gehäuse ist aber Platz genug.

Die Anzeigen sind auf zwei Platinen verteilt. Auf einer Platine 80x100mm befinden sich die zwei blauen 7Segment LED und die fünf Status LED mit den zugehörigen Ansteuer IC.

Bei Zeitanzeige wird zwischen den 7Segment LED ein Doppelpunkt angezeigt, bei Datumanzeige ein einfacher Punkt. Zur Ansteuerung wird ein Byteport der M-Unit genutzt und die einzelnen IC werden hintereinander von vier Ports angesteuert.

Auf der zweiten Platine 60x100mm sind die LED für die Wochentag- und fünf Sekunden Anzeige sowie die Ansteuerung untergebracht. Die zwölf LED für die Sekunden werden frei verdrahtet.

Ursprünglich hatte ich für die Sekunden einen Ring mit 60 LED vorgesehen. Aber bei den Preisen für blaue LED habe ich eine andere Lösung gefunden: fünf LED leuchten hintereinander, nach jedem 5. Schritt schaltet der große Kreis mit zwölf LED einen Schritt weiter. Die Ansteuerung erfolgt über den gleichen Byteport wie oben und zusätzlich zwei Ports der M-Unit. Während die Wochentage direkt von IC4 angesteuert werden, dekodieren jeweils ein 1 aus 8 und ein 1 aus 16 Dekoder die Sekundenanzeigen.

Die Hauptplatine 80x100mm ethält die Stromversorgung, die M-Unit, die Ansteuerung für das Schlagwerk und verschiedene Anschlüsse.

Die Stromversorgung ist eine Standardschaltung. Es sind etwa 6V~/300mA am Eingang erforderlich. Der Trafo ist in einem handelsüblichen Steckernetzteil aus dem Sonderangebot untergebracht. Für die M-Unit ist ein Jumper am Startpin vorgesehen. Bei offenem Jumper kann die M-Unit in der Schaltung programmiert werden. Die Helligkeitsregellung der Anzeigen erfolgt über einen Fotowiderstand am AD3 und T1 vom DA1 als Ausgang.Der DCF Empfänger ist ein Fertigmodul und wird im Gehäuse befestigt. Ebenso der Infrarot Empfänger, ein IC TSOP1736. Die Ansteuerung für das Schlagwerk erfolgt mit einem Monoflop IC2 und T2. Der Magnet ist aus einem Türgong und braucht gut 1A. Das Monoflop erzeugt mit R1 und C9 eine Zeit von etwa 10ms, die ausreicht den Magneten sicher anzuziehen aber auch kurz genug ist damit sich C8 nicht vollständig entladen kann.

Wegen der Vollständigkeit hier noch die Schaltung für das V24 Interface.

V24 Interface

Die Bauteile sind auf einer kleinen Platine untergebracht die an einem günstigen Platz im Gehäuse befestigt wird. Der Anschluß erfolgt direkt an der M-Unit am Programmierstecker.

Probeaufbau

Das Bild zeigt alle Baugruppen verdrahtet außer Netztrafo und Magnet.

Die 12 LED für die fünf Sekundenschritte werden in der Montageplatte verklebt und frei verdrahtet. IR Sensor und Fotowiderstand kommen in Öffnungen der Montageplatte über den Status LED. Die LED für die Wochentage Sonntag und Sonnabend sind rot. Die Anzeige beginnt links mit Sonntag und endet rechts mit Sonnabend. Unter Mittwoch laufen die Sekunden. So kann man auch ohne Beschriftung die Wochentage gut ablesen.

Querschnitt

Die Zeichnung ist in etwa Maßstabgetreu aber nur als Überblick gedacht. Das Gehäuse besteht aus Holz, die Frontplatte aus zwei Acrylglas Platten. Zwischen den Platten befindet sich eine blaue Kontrastfolie. Die Folie ist aus einem Schutzumschlag für Schulbücher gefertigt. Auf diese Folie werden die Beschriftungen geklebt, die mit einem Farbdrucker auf selbstklebendes Papier gedruckt wurden. Eine Epoxydharzplatte dient als Montageplatte für die Baugruppen und die 12LED zur Sekundenanzeige. Die Montageplatte ist auf der Frontseite mit schwarzem, nicht glänzendem Lack eingesprüht. Das V.24 Interface wird in eine Öffnung nach unten eingesetzt. Die Antenne mit dem DCF Empfänger ist unten im Holzgehäuse befestigt. Dort habe ich den besten Empfang festgestellt.

Innenansicht

Das Schlagwerk, zusammen mit dem Magnet, wird an der Rückwand befestigt. Die Spirale besteht aus Federstahl. Der Magnet stammt aus einem alten Türgong und ist mit einem Stück Plaste auf die Rückwand geschraubt. Er wird so justiert, das der Bolzen gerade so die Spirale trifft. Der Klang ist etwas hart aber immer noch besser als ein künstliches Elektronikgeräusch.

Schlagwerk

Die fertige Uhr verbraucht je nach Displayhelligkeit 3 bis 3,5 Watt. Seit einem halben Jahr funktioniert die Uhr ohne Probleme.

Fertige Uhr

Die Software besteht aus einem Basic- und einem Maschinenprogramm. Beide Programme sind selbsterklärend. Mit dem Maschinenprogramm wird der IR Sensor und der Port A der M-Unit abgefragt. Nach dem Einschalten der Uhr läuft ein Displaytest mit Anzeige der Programmversion. Danach versucht die Uhr ein DCF Signal zu finden. Wird ein gültiges Signal empfangen, leuchtet die DCF LED und die Uhr ist gestellt. An das V.24 Interface kann man einen PC mit Terminal Emulation anschließen (z.B. Hyper Terminal 9600,8,1,n, kein Protokoll). Beim Druck einer beliebigen Taste erscheint ein einfaches, selbsterklärendes Menü. Einstellungen, ausser Zeit und Datum, werden gespeichert und sind nach einem Stromausfall vorhanden. In dieser Version ist keine Temperaturmessung realisiert.

Meine IR Fernbedienung ist eine Philips Universalfernbedienung. Es können damit acht verschiedene Geräte gesteuert werden. Für die Uhr nutze ich das Gerät CDR.

Taste 1: Schlagwerk aus
Taste 3: Schlagwerk ein
Taste 4: Anzeigewechsel Zeit - Datum aus
Taste 6: Anzeigewechsel Zeit - Datum ein
Taste 2: Anzeige Jahr Taste 5: Anzeige Datum
Taste 0: Displaytest wie beim Einschalten

Einstellungen mit der Fernbedienung werden nach einem Stromausfall von den Einstellungen im Terminalprogramm überschrieben.

Die vollständige Software kann hier als ZIP Datei geladen werden.

M.L. 01/2003

 

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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