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08. 09. 2010

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EIN- AUSGABE C-CONTROL M-UNIT

TTL Ports und galvanische Trennung

Die digitalen Ein- und Ausgänge der M-Unit können mit TTL Pegel angesteuert werden bzw. erzeugen ein TTL Signal wenn sie als Ausgang programmiert sind. Zusätzlich ist CMOS Kompatibilität gegeben. Somit kann alles was sich an diese Pegel hält problemlos und direkt an die M-Unit angeschlossen werden.

Verwendet man die M-Unit für MSR (Messen Steuern Regeln) Aufgaben steht man oft vor dem Problem andere Spannungspegel zu verarbeiten und zu erzeugen. Um Rückwirkungen von anderen Verbrauchern auf die M-Unit zu verhindern ist zusätzlich eine galvanische Trennung der Stromkreise erwünscht. Besonders starke Stromverbraucher wie z.B. Halogenlampen, induktive Lasten wie z.B. Motoren oder Magnetventile können Störungen erzeugen die einen Microcontroller beeinflussen können.

Für die galvanische Trennung der Stromkreise verwenden die folgenden Schaltungen einen Standard Optokoppler. In einem Gehäuse sind eine LED als Eingang und ein Fototransistor als Ausgang angeordnet. Es besteht keine elektrische Verbindung zwischen den Bauteilen. Optokoppler gibt es in sehr vielen Ausführungen von vielen Herstellern.

Eingang für Kleinspannung

Schaltung1

Die Schaltung kann mit Gleich oder Wechselspannung von etwa 5V - 24V angesteuert werden. Die LED im Optokoppler braucht einen Strom von etwa 10mA um den Fototransistor sicher zu schalten. T1 arbeitet mit D2 und D3 als einfache Konstantstromquelle. D4 wirkt bei Gleichspannung (E3 = Plus, E4 = Minus) als Verpolschutz und bei Wechselspannung als Gleichrichter. R6 und C3 bilden ein Siebglied und sind nur bei Wechselspannung am Eingang notwendig da sonst der TTL Ausgang im Rhythmus der Netzfrequenz schalten würde. R5 ist nur erforderlich, wenn auf der M-Unit kein pull up Widerstand vorhanden ist. GND_A wird mit GND, und +5V mit dem 5V Anschluss der M-Unit verbunden.

Leistungsausgang für Kleinspannung

Schaltung2

Ein Digitalport der C-Control M-Unit steuert über einen Widerstand zur Strombegrenzung direkt einen Optokoppler an. Die Leistungsstufe besteht nur aus dem P-Kanal Power MOSFET T2 und einem Widerstand. Der Widerstand hält Gate von T2 auf positiver Spannung und sperrt somit T2. Wenn die LED im Optokoppler leuchtet wird der Fototransistor durchgeschaltet und Gate von T2 auf GND_B gezogen. Dadurch wird ein Verbraucher (A1 und A2) eingeschaltet. Was T2 schalten kann hängt vom eingesetzten Bauteil ab. Im Beispiel kann der eingesetzte Transistor gut 10A bei 12V schalten. Da T2 als Schalter arbeitet entsteht nur eine geringe Verlustleistung und es ist kein Kühlkörper notwendig. Die Schaltung kann z.B. 12V Halogenlampen direkt ansteuern. Ebenso können induktive Verbraucher wie Elektromotoren oder Magnetventile direkt geschaltet werden. T2 ist durch eine interne Diode gegen Induktionsspannungen geschützt. Die möglichen, großen Ströme sind bei der Gestaltung der Verdrahtung zu beachten. GND_A wird mit GND der M-Unit verbunden. + 12V und GND_B gehören zur Stromversorgung des Verbrauchers.

Eingang für Netzspannung

!!! Achtung Lebensgefahr !!!
Diese Schaltung arbeitet mit 230V Netzspannung. Diese Schaltung dürfen nur Leute mit entsprechender Ausbildung aufbauen.

Schaltung3

C1 und R2 begrenzen den Strom für die LED im Optokoppler auf etwa 10mA. D1 schützt die LED vor der negativen Halbwelle der Wechselspannung. R3 und C2 bilden ein Siebglied um eine Gleichspannung am TTL Ausgang zu erhalten. Lässt man das Siebglied weg erhält man am TTL Ausgang ein Rechtecksignal mit der Netzfrequenz von 50Hz. GND_A wird mit GND, und +5V mit dem 5V Anschluss der M-Unit verbunden.

Spezial Kondensator

Für C1 darf man nicht jeden beliebigen Kondensator einsetzen. Es gibt für diese Zwecke spezielle Kondensatoren die besonders gekennzeichnet sind.

Platine

Bei der Gestaltung einer Leiterplatte ist der Bereich der Netzspannung räumlich von den übrigen Bauteilen zu trennen. Im Bereich der Potenzialtrennung dürfen keine Leiterbahnen verlegt werden.

Ausgang für Netzspannung

Neben einfachen Relais für Netzspannung, die von der M-Unit mit einem Transistor angesteuert werden, eignen sich auch elektronische Lastrelais für direktes Schalten von Netzverbrauchern. Es gibt verschiedene Ausführungen.

Schaltung4

Viele Typen werden direkt über einen Vorwiderstand wie eine LED angesteuert (Polarität beachten, Datenblatt lesen). Im Beispiel wird E7 mit einem Port und E8 mit GND der M-Unit verbunden. Das Lastrelais schaltet, wenn der Port auf ON gesetzt wird. Lastrelais können in der Regel nur Wechselspannung schalten. Wichtig ist eine integrierte Nullspannungsschaltung. Sie sorgt dafür, das das Relais nur beim Nulldurchgang der Wechselspannung schaltet. Dadurch entstehen keine Störungen auf der Netzleitung. Inzwischen gibt es aber auch Typen die Gleichspannung schalten können. Vor dem Einsatz von Lastrelais sollte immer das Datenblatt gelesen werden. Während normale Relais bei Überlastung Funken sprühen oder überhitzen, sind Lastrelais dann meistens schon zerstört.

M.L. 04/2005

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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