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Experimentierkoffer für C-Control und AVR Microcontroller
Ein kleiner Test- und Experimentierplatz
Ab und zu ist es notwendig Testschaltungen aufzubauen oder auch nur ein Testbord zu verdrahten um eine Software auszutesten. Oft fängt man eine Sache an und kann aus verschiedenen Gründen nicht weitermachen. Sei es der Basteltisch muss geräumt werden, weil Besuch kommt, der Arbeitgeber droht mit Geld oder man hat einfach keine Idee wie es weitergeht und nimmt eine Auszeit. Wer in der glücklichen Lage ist, ein Arbeitszimmer zu besitzen, kann dieses dann einfach verlassen.
Ich habe keinen festen Platz für mein Hobby und somit ist dann wegräumen angesagt. Das bedeutet alle Kabel abklemmen und verstauen. Stromversorgung und Messgeräte wegstellen usw. Kaum ist man damit fertig hat man wieder Ideen, der Besuch kommt nicht und der Arbeitgeber ist pleite. Dann baut man wieder alles auf und widmet sich dem Hobby.
Aus dieser Situation entstand mein Experimentierkoffer.


Als Koffer benutze ich einen handelsüblichen Alukoffer aus dem Baumarktangebot.
Abmessungen (L, B, H mm): 460,330,160

Im Lieferumfang befinden sich Teile mit welchen man, je nach Bedarf, Fächer einrichten kann. Damit habe ich den unteren Teil in drei Bereiche aufgeteilt.
Links ein Fach für Messtechnik und Messkabel.
Rechts ein Fach für die Steckbord Verdrahtung. Hier finden auch die gängigen PC Kabel (USB, Nullmodem) noch Platz.
Das Fach in der Mitte bietet Platz für das nötigste Werkzeug und ein Steckernetzteil. Dieses Steckernetzteil ist von einer alten Telefonanlage und versorgt die Testbords mit 9V= und max. 300mA.
Das Werkzeug wird im Fach mit Klettverschlüssen gehalten. Ich verwende für den Boden selbstklebende Klettverschlüsse, die gibt es im Handel bei Kurzwaren. Bisher halten diese auf der Innenverkleidung des Koffers.
Im Werkzeugfach kann man zur Not auch noch Fachliteratur oder Sonstiges unterbringen.
Die Fächerbegrenzung endet etwa 40mm unterhalb der Kante des unteren Kofferteiles. Ein Sperrholzbrett aus dem Baumarkt bildet den Abschluss nach oben und ist gleichzeitig der eigentliche Experimentierplatz.
Das Brett hat die Abmessungen (L, B, H mm): 440,310,6 und im Baumarkt wird es aus einem Reststück schön winklig zugeschnitten.

Das Bild zeigt die Anordnung der Teile auf dem Brett. Den meisten Platz braucht das Steckbord. Die Testbords sind so angeordnet, das man leichten Zugang zu den Schnittstellen hat und die Wege zum Steckbord möglichst kurz sind. Die Testbords befinden sich unterhalb der Kofferkante. Deshalb dürfen die COM Schnittstellen nicht zu nahe am Rand sein, sonst werden die PC Kabel geknickt. Zwischen den Testbords befindet sich noch ein Standard LCD. Anstelle des Eigenbautestbords für AVR Controller würde auch das STK500 Platz finden, wenn man das LCD anders anordnet.
Das Steckbord besteht aus vier Teilen. Diese werden zusammen gesteckt und haben auf der Rückseite eine Klebefolie für die Befestigung. Die nicht benötigten Noppen für die Steckverbindung habe ich entfernt.
Die Testbords und das LCD sind mit M3x20 Senkschrauben + Mutter und 5mm hohen Abstandsbuchsen aus Kunststoff auf dem Brett befestigt. Die Muttern kommen nach oben. Die Senkschrauben werden im Holz versenkt. Zum Schluss werden die Senkschrauben mit Teppichband abgeklebt um Beschädigungen der darunter liegenden Teile beim Transport zu vermeiden.
Die freie Fläche zwischen Steckbord und Testbords habe ich mit 6mm starkem, handelsüblichem Verpackungsmaterial für elektronische Baugruppen beklebt. Zum Kleben eignet sich zweiseitiges Klebeband oder lösungsmittelfreier Kleber. Das Material ist antistatisch und man kann nicht benötigte Bauteile dort ablegen bzw. stecken.
Platz fand auch noch der AVR ISP welcher mit selbstklebendem Klettband gehalten wird.

Rechts und links habe ich zwei handelsübliche Schubladengriffe an das Brett geschraubt. Damit kann man das Brett leicht aus dem Koffer nehmen, wenn man an die unteren Fächer will.
Im Deckel des Koffers sind an den Stellen über den Schubladengriffen Blöcke aus Kunststoff geklebt. Diese Blöcke lagen dem Koffer bei. Ich habe sie so zugeschnitten, dass sie bei geschlossenem Kofferdeckel auf die Schubladengriffe drücken und somit das Brett im Koffer fixieren.

Die meisten Teile auf dem Experimentierbrett reichen, auch bei aufgebauter Testschaltung, nur bis zur Oberkante des unteren Kofferteiles. Im Deckel des Koffers habe ich einige Gummischnüre (Kurzwarenhandel) mit Reißzwecken befestigt. Die Reißzwecken muss man kürzen, da der Deckel sehr dünn ist. Hinter den Gummischnüren finden Schaltpläne, Tabellen usw. Platz. Es hat sich bewährt ständig benutzte Blätter mit einem Laminiergerät zu schützen. Die Gummischnüre sind ein Provisorium. Es ist eigentlich eine Stromversorgung im Deckel vorgesehen aber im Moment keine Zeit für die Realisierung vorhanden.
Man kann nun, auch bei vorhandenem Testaufbau, den Deckel schließen um den Experimentierkoffer zu transportieren oder wegzustellen. Dazu müssen nur die Kabel zum PC entfernt werden. Ein Vorteil ist auch der Staubschutz bei geschlossenem Deckel. Der Experimentierkoffer sollte über längere Strecken (Auto, Bahn) besser liegend transportiert werden.
M.L. 10/2007
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