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08. 09. 2010

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MICRO - MICRO PCB

Basisinformationen über C-Control MICRO

Anfang 2004 ist die C-Control Familie durch ein weiteres Bauteil erweitert worden, die C-Control1 MICRO. Die MICRO gibt es in zwei Ausführungen: MICRO und MICRO-PCB. MICRO ist ein Schaltkreis im DIL8 Gehäuse. MICRO-PCB ist eine kleine Leiterplatte auf der sich die MICRO und ein 5V Festspannungsregler befinden. Die Anschlüsse sind als Drähte herausgeführt. Die MICRO benötigt keinerlei Außenbeschaltung für die grundsätzliche Funktion. Takterzeugung, Autostart befinden sich auf dem Chip. Die Referenz Spannung für die AD Wandler ist durch die Versorgungsspannung festgelegt und nicht veränderbar.

MICRO

Für das Leiterplatten Programm EAGLE kann man hier eine LBR Datei ccontrol.zip laden. In dieser Datei ist unter anderem die MICRO enthalten.

Einige technische Daten MICRO:
Gehäuse: DIL8
Betriebsspannung: 4,5V - 5,5V
Stromaufnahme: ca. 6mA
Prozessortakt: intern 3,1MHz
Takterzeugung: intern auf dem Chip
Digitalports: 5x als Ein- oder Ausgang frei programmierbar,1x nur Eingang, TTL Pegel, Last max 10mA Frequenzeingang: max 12KHz
Analogports Eingänge: 4x mit je 8Bit Auflösung
RS232 Interface 9600 oder 19200,8,1,n kein Handshake, TTL Pegel
Tonausgabe: an allen Ports möglich, außer P3 (Pin 5), TTL Pegel
FLASH ROM: 2KByte für Programm nutzbar
RAM: 24BYTE für Variablen nutzbar

Da nur 8 Pins vorhanden sind, werden diese, bis auf die Stromversorgung, mehrfach ausgenutzt. Die Funktion wird durch die Software festgelegt. Das bedeutet, das man z.B. nicht gleichzeitig 6 Digitalports und 4 Analogports nutzen kann. Allerdings kann man in einem laufenden Programm den Ports verschiedene Funktionen zuweisen. Die Tabelle zeigt die Pin Zuordnung der MICRO:

Pin Funktion Anschlussfarben der MICRO-PCB
1 VDD +5V rot
2 P6/AD6/Beep grün
3 P5/AD5/Beep braun
4 P4/Freq/Beep grau
5 P3/Input weiß
6 P2/AD2/Beep/RXD blau
7 P1/AD1/Beep/TXD violett
8 GND schwarz
  VCC +12V gelb

Pin 5 hat eine besondere Funktion. Wird Pin 5 bei der Spannungszuführung zur MICRO auf low (GND) gehalten, dann geht die MICRO in den Programmiermodus. In diesem Zustand ist Pin 6=RXD, Pin 7=TXD und es können Programme in die MICRO geladen werden. Zum Anschluss an den COMPORT eines PC ist ein TTL nach V.24 Wandler erforderlich. Um das geladene Programm zu starten, muss Pin 5 bei der Spannungszuführung auf high (VDD) gehalten werden. Die RS232 Schnittstelle ist auf 9600,8,1,n kein Handshake, voreingestellt.

Die Takterzeugung auf dem Chip ist viel ungenauer als mit einem Quarz. Das hat Auswirkung auf das Betriebssystem der MICRO. Die eingebaute RTC (Uhr) ist sehr ungenau. Das RS232 Interface arbeitet eventuell mit 19200Baud nicht richtig. In diesem Fall muss der Systemtakt der MICRO durch Software kalibriert werden.

Zur Programmierung der MICRO in C-Basic kann die gleiche Entwicklungs Umgebung benutzt werden wie für die M-Unit. Die MICRO ist im Prinzip wie die M-Unit zu programmieren. Es gibt aber einige Einschränkungen. Diese beruhen einerseits auf der Hardware der MICRO und andererseits auf der Kompatibilität der Entwicklungsumgebung zur C-Control Familie. Man muss die Einschränkungen selbst beachten, denn in der Regel wird der Compiler keine Fehlermeldung ausgeben.

Die folgenden Hinweise beruhen auf Erfahrungen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

Es sind keine WORD Variablen erlaubt.
Es sind keine Byteport erlaubt.
Digitalports nur P1 bis P6 erlaubt.
Analogports nur AD1, AD2, AD5, AD6 erlaubt.
Die Referenzspannung entspricht der Versorgungsspannung der MICRO.
Es sind keine DA Ports erlaubt.

Nicht unterstützt werden folgende Befehle:
- input
- pulse
- step (bei for - next Schleifen)

BEEP kann auf P1, P2, P4, P5 ,P6 verwendet werden, Beispiel:
DEFINE ton_p1 PORT[1] BEEP 150,10,ton_p1
erzeugt einen Ton am Port1 (Pin 7)

Frequenzen können am Port 4 (Pin 4) gemessen werden.
FREQ hat zwei Bedeutungen:
FREQ=x setzt die Torzeit (t=x * 20ms)
y=FREQ weißt der Variablen y den gemessenen Wert zu

FREQ2 setzt einen Korrekturfaktor für den Systemtakt
FREQ2=x Defaultwert für x ist 128.
Mit Verringern oder Vergrößern wird der Systemtakt um 0,2% je Digit verändert.

BAUD x initialisiert die RS232 Schnittstelle und stellt die Baudrate ein.
Gültige Werte für x:
x = 9600 x = 19200

Weitere Hinweise, Erläuterungen findet man in der Bedienungsanleitung zur MICRO bei Conrad. Man sollte diese Anleitung aber nicht lesen, ohne den eigenen Verstand zu gebrauchen.

Zur Programmierung der MICRO benutze ich ein selbstgebautes Interface.

M.L. 03/2004

Von der MICRO gibt es inzwischen verschiedene Versionen und auch Systemerweiterungen.
Umfangreiche Infos bekommt man auf der Support Seite für die M-Unit 2.x der Conrad Electronic GmbH.

.M.L. 04/2005

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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