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MICRO - MICRO PCB
Basisinformationen über C-Control MICRO
Anfang 2004 ist die C-Control Familie durch ein weiteres
Bauteil erweitert worden, die C-Control1 MICRO. Die MICRO gibt es in zwei
Ausführungen: MICRO und MICRO-PCB. MICRO ist ein Schaltkreis im DIL8 Gehäuse.
MICRO-PCB ist eine kleine Leiterplatte auf der sich die MICRO und ein
5V Festspannungsregler befinden. Die Anschlüsse sind als Drähte herausgeführt.
Die MICRO benötigt keinerlei Außenbeschaltung für die grundsätzliche Funktion.
Takterzeugung, Autostart befinden sich auf dem Chip. Die Referenz Spannung
für die AD Wandler ist durch die Versorgungsspannung festgelegt und nicht
veränderbar.

Für das Leiterplatten Programm
kann man hier eine laden. In dieser Datei ist unter anderem die MICRO
enthalten.
Einige technische Daten MICRO:
Gehäuse: DIL8
Betriebsspannung: 4,5V - 5,5V
Stromaufnahme: ca. 6mA
Prozessortakt: intern 3,1MHz
Takterzeugung: intern auf dem Chip
Digitalports: 5x als Ein- oder Ausgang frei programmierbar,1x nur Eingang,
TTL Pegel, Last max 10mA Frequenzeingang: max 12KHz
Analogports Eingänge: 4x mit je 8Bit Auflösung
RS232 Interface 9600 oder 19200,8,1,n kein Handshake, TTL Pegel
Tonausgabe: an allen Ports möglich, außer P3 (Pin 5), TTL Pegel
FLASH ROM: 2KByte für Programm nutzbar
RAM: 24BYTE für Variablen nutzbar
Da nur 8 Pins vorhanden sind, werden diese, bis auf die
Stromversorgung, mehrfach ausgenutzt. Die Funktion wird durch die Software
festgelegt. Das bedeutet, das man z.B. nicht gleichzeitig 6 Digitalports
und 4 Analogports nutzen kann. Allerdings kann man in einem laufenden
Programm den Ports verschiedene Funktionen zuweisen. Die Tabelle zeigt
die Pin Zuordnung der MICRO:
| Pin |
Funktion |
Anschlussfarben der MICRO-PCB |
| 1 |
VDD +5V |
rot |
| 2 |
P6/AD6/Beep |
grün |
| 3 |
P5/AD5/Beep |
braun |
| 4 |
P4/Freq/Beep |
grau |
| 5 |
P3/Input |
weiß |
| 6 |
P2/AD2/Beep/RXD |
blau |
| 7 |
P1/AD1/Beep/TXD |
violett |
| 8 |
GND |
schwarz |
| |
VCC +12V |
gelb |
Pin 5 hat eine besondere Funktion. Wird Pin 5 bei der
Spannungszuführung zur MICRO auf low (GND) gehalten, dann geht die MICRO
in den Programmiermodus. In diesem Zustand ist Pin 6=RXD, Pin 7=TXD und
es können Programme in die MICRO geladen werden. Zum Anschluss an den
COMPORT eines PC ist ein TTL nach V.24 Wandler erforderlich. Um das geladene
Programm zu starten, muss Pin 5 bei der Spannungszuführung auf high (VDD)
gehalten werden. Die RS232 Schnittstelle ist auf 9600,8,1,n kein Handshake,
voreingestellt.
Die Takterzeugung auf dem Chip ist viel ungenauer als
mit einem Quarz. Das hat Auswirkung auf das Betriebssystem der MICRO.
Die eingebaute RTC (Uhr) ist sehr ungenau. Das RS232 Interface arbeitet
eventuell mit 19200Baud nicht richtig. In diesem Fall muss der Systemtakt
der MICRO durch Software kalibriert werden.
Zur Programmierung der MICRO in C-Basic kann die gleiche
Entwicklungs Umgebung benutzt werden wie für die M-Unit. Die MICRO ist
im Prinzip wie die M-Unit zu programmieren. Es gibt aber einige Einschränkungen.
Diese beruhen einerseits auf der Hardware der MICRO und andererseits auf
der Kompatibilität der Entwicklungsumgebung zur C-Control Familie. Man
muss die Einschränkungen selbst beachten, denn in der Regel wird der Compiler
keine Fehlermeldung ausgeben.
Die folgenden Hinweise beruhen auf Erfahrungen und erheben
keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
Es sind keine WORD Variablen erlaubt.
Es sind keine Byteport erlaubt.
Digitalports nur P1 bis P6 erlaubt.
Analogports nur AD1, AD2, AD5, AD6 erlaubt.
Die Referenzspannung entspricht der Versorgungsspannung der MICRO.
Es sind keine DA Ports erlaubt.
Nicht unterstützt werden folgende Befehle:
- input
- pulse
- step (bei for - next Schleifen)
BEEP kann auf P1, P2, P4, P5 ,P6 verwendet werden, Beispiel:
DEFINE ton_p1 PORT[1] BEEP 150,10,ton_p1
erzeugt einen Ton am Port1 (Pin 7)
Frequenzen können am Port 4 (Pin 4) gemessen werden.
FREQ hat zwei Bedeutungen:
FREQ=x setzt die Torzeit (t=x * 20ms)
y=FREQ weißt der Variablen y den gemessenen Wert zu
FREQ2 setzt einen Korrekturfaktor für den Systemtakt
FREQ2=x Defaultwert für x ist 128.
Mit Verringern oder Vergrößern wird der Systemtakt um 0,2% je Digit verändert.
BAUD x initialisiert die RS232 Schnittstelle und stellt
die Baudrate ein.
Gültige Werte für x:
x = 9600 x = 19200
Weitere Hinweise, Erläuterungen findet man in der Bedienungsanleitung
zur MICRO bei Conrad. Man sollte diese Anleitung aber nicht lesen, ohne
den eigenen Verstand zu gebrauchen.
Zur benutze ich ein selbstgebautes Interface.
M.L. 03/2004
Von der MICRO gibt es inzwischen verschiedene Versionen
und auch Systemerweiterungen.
Umfangreiche Infos bekommt man auf der der Conrad Electronic GmbH.
.M.L. 04/2005
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