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MONTREAL 1997
Vom 21.April bis 2. Mai 1997 nahm ich an einem Techniklehrgang
der kanadischen Firma SR-Telecom teil. Dabei ging es darum, ein drahtloses
Übertragungssystem (Point to Multipoint System) der Firma SRT, für verschiedene
Kommunikationsdienste, kennenzulernen und die Voraussetzungen für Planung,
Installation und Inbetriebnahme durch die Kursteilnehmer zu schaffen.
An dem Kurs nahmen zwei Deutsche der Firma DEN und sechs Kanadier der
Firma BELL teil.
Die Reise begann in Greifswald am 19.04.1997 um 5:00Uhr. Wir fuhren mit
einem Mietwagen nach Berlin Tegel. Um 9:35Uhr startete die Maschine nach
Zürich. Dort landeten wir um 11:10Uhr. Weiter ging es ab Zürich um 12:50Uhr
nonstop nach Montreal. Dort landeten wir um 15:20Uhr Ortszeit auf dem
Internationalen Flughafen Mirabel. Etwa 45 Minuten fuhren wir mit dem
Taxi bis zu unserem Hotel. Die Zeitverschiebung beträgt 6 Stunden, die
Entfernung rund 7000Km.
Für Kanada braucht man als Deutscher kein Visum aber einen gültigen Reisepass.
Irgendwelche Schutzimpfungen sind nicht vorgeschrieben. Bei der Einreise
wird man über das Warum? Wohin? Wie lange? befragt. Im Flugzeug muß man
ein Einreiseformular ausfüllen.
Das Flugzeug war eine MD11, etwa 300 Sitze - 10100m - 950Km/h. Es war
meine erste Reise nach Nordamerika.

Der Eingang zu unserem Hotel. Das Hotel LA MONTAGNE befindet
sich in der Innenstadt von Montreal. Von hier aus kann man den Stadtkern
gut zu Fuß erkunden.

Ausblick von meinem Hotelzimmer im 19. Stockwerk. Man
hat den Eindruck, als wenn die Hochhäuser sehr nahe sind.

Wir sind mitten in Downtown, der Innenstadt von Montreal.
Das Holiday Inn Hotel, gleich neben dem Chinesenviertel
welches nicht alzu groß ist. Am Wochende sind nur ein paar Touristen vor
10:00Uhr unterwegs. In Montreal kehrt erst Morgens wieder langsam Ruhe
ein.

Unter dem Kongresspalast verläuft eine der Hauptverkehrsstraßen.
Diese Straße unterquert die Innenstadt. Auch der Bahnhof befindet sich
unter der Erde.

Zu Fuß nach Old Montreal. Alte und neue Architektur wechselt
sich ab. Alte Kirchen stehen inmitten von Glaspalästen.

Blick vom Hafen auf Old Montreal.

Der alte Hafen. Montreal liegt mitten im St. Lorenz Strom
auf einer Insel und ist mit 3,2 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt
Kanadas.

Das DIGITAL. Im 4.Stockwerk befinden sich die Schulungsräume.
Das Gebäude ist Teil eines großen Einkaufszentrums in einem riesigen Gewerbegebiet
in der Nähe des Inlandflughafens DORVALL. Wir brauchen etwa 30 Minuten
hierher mit unserem Mietwagen, ein Pontiac Grand Am. 4,5l Motor, 150PS,
Automatikgetriebe. In der Stadt gelten 50Km/h, auf den Stadtautobahnen
100Km/h. In der Regel werden die Geschwindigkeiten beachtet. Füßgänger
gehen grundsätzlich auch bei roter Ampel über die Straße.

Die Schulungsräume sind mit funktionsfähigen Systemen
ausgerüstet, an welchen praktische Übungen durchgeführt werden können.
Es ist 18:00Uhr. Der Lehrgang geht von 8:00 - 17:00Uhr.
Deshalb können wir nur am Abend etwas privat unternehmen. Wir nutzen das
schöne Wetter und fahren den Mount Royal hinauf. Das ist der einzige Berg
weit und breit, 232m hoch. Von hier hat man einen Blick weit über die
Stadt.
An diesem Tag hat der Wetterkanal im Fernsehen eine Sichtweite
von 24Km vorausgesagt. Leider ist es April und damit noch keine Vegetation
zu sehen.
Die Millionenstadt Montreal besteht nur zu einem kleinen
Teil aus Hochhäusern. In der Ferne ist das Olympia Stadion von 1976 zu
erkennen.

Eines von mehreren großen Einkaufszentren in der Innenstadt.
Es gibt eine unzählige Menge von kleinen Geschäften und viele große Einkaufszentren.
Dieses ist das EATON. Es sind mehrere Kaufhäuser unterirdisch miteinander
verbunden bis zu 3 Etagen unter der Erde, bis zu 7 Etagen über der Erde.
Unzählige Boutiquen, Kaffees, Imbisstände. Unten kann man direkt zur U-Bahn
gelangen. Die Fußgängerzone soll 18Km lang sein.
Die Geschäfte sind Alltags von 10:00 -18:00Uhr, Donnerstag
und Freitag bis 21:00Uhr, Sonnabend und Sonntag bis 17:00Uhr geöffnet.
Viele Geschäfte haben Abends je nach Bedarf bis 24:00Uhr geöffnet.

Diskothek und Gaststätte THURSDAY.

Das HARD ROCK CAFÉ von Montreal.
Um zu telefonieren, braucht man eine Telefonkarte. Eine richtige Karte
bekommt man in den Geschäften oder Telefonshops. Für Touristen gibt es
aber auch sogenannte Card Caller. Diese Karten haben keinen Chip. Man
wählt die aufgedruckte Telefonnummer und gibt dann die Kartennummer ein.
In der Innenstadt kann man in mehreren Wechselstuben
problemlos Geld umtauschen. Allgemein sind Kreditkarten eine gute Wahl
um Geld auszugeben.
Gegensätze findet man überall. Viele typische Vorortstraßen
und Häuserschluchten.

Die NOTRE DAME KATHEDRALE von Montreal. In dieser Kirche
sollen 3500 Menschen Platz finden. Man kann sie ohne weiteres betreten.
Die Orgel soll eine der größten auf der Welt sein. Die Glocke im Westturm
wiegt 11,24Tonnen!

Zusammen mit den Leuten von Bell verbringen wir einen
Abend in einem Steakhaus. Anschließend geht es in einen Nachtclub mit
dem Playboyhasen am Eingang. Auch das muß man mal erlebt haben.
Das waren einige Eindrücke von Montreal. In 14 Tagen
kann man in so einer großen Stadt längst nicht alles entdecken. Der Rückflug
begann am 03.05.1997 um 17:10Uhr Ortszeit. Am 04.05 um 6:15Uhr landeten
wir in Zürich. 7:10Uhr starteten wir nach Berlin, wo wir um 8:40Uhr landeten.
Mit einem Mietwagen ging es dann nach Greifswald.
So waren wir etwa Mittags wieder zu Hause. Die Reise verlief problemlos.
Wir wurden nicht durch den Zoll kontrolliert.
M.L. 1997
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