|

C-CONTROL M-UNIT
Basisinformationen über C-Control M-Unit
C-Control ist ein Minicomputer der Conrad Electronic
GmbH. Praktisch ist es ein Microcontroller mit schon integriertem Betriebssystem
und den wichtigsten Bauteilen auf einer Leiterplatte. Es gibt verschiedene
Ausführungen. Ich beschäftige mich vorwiegend mit der M-Unit. Die M-Unit
ist klein und hat alle unbedingt notwendigen Bauteile. Man kann die Baugruppe
leicht, durch die Steckverbinder, in eine vorhandene Schaltung integrieren.
Will man eine Schaltung vollständig aus Einzelteilen aufbauen, gibt es
den Controllerchip auch einzeln zu kaufen.
Für das Leiterplatten Programm
kann man hier eine
laden. In dieser Datei ist unter anderem die M-Unit enthalten.
Die M-Unit ist gut für Steuerungen aller Art zu verwenden,
solange es nicht um Echtzeitprobleme geht. Dazu ist das System zu langsam.
Man kann Teile des Programmcodes auch in Assembler schreiben. Der Speicherplatz
dafür ist aber begrenzt.

Auf einer Leiterplatte befinden sich ein Microcontroller
MC68HC05B6 von Motorola mit 6KByte Betriebssystem, ein EEPROM 8KByte als
Speicher, ein Resetbaustein, 2Jumper und Anschlußleisten. Die M-Unit wird
in einem BASIC - Dialekt programmiert. Wer einmal in BASIC Programme erstellt
hat, wird sich schnell zurechtfinden. Natürlich sind die Befehle für einen
Microcontroller angepaßt, eben sehr hardwarenahe. Zur Programmierung ist
ein einfacher Computer unter DOS oder Windows notwendig. Ist das Programm
fertig, wird es einfach über die serielle Schnittstelle (COM, RS232) in
die M-Unit geladen. Es ist kein Eprombrenner oder ähnliches erforderlich.
Durch die EEPROM Technologie bleiben alle Daten in der M-Unit auch nach
dem Abschalten erhalten. Die Programmierung ist auch dann noch möglich,
wenn der Baustein in einer Schaltung eingesetzt ist. Alle Ein- und Ausgänge
sowie einige Systemsignale sind an den Anschlußleisten zugänglich.
Einige technische Daten M-Unit:
Abmessungen Leiterplatte LBH: 43x40x12mm
Betriebsspannung: 4,5V - 5,5V
Stromaufnahme: ca. 6mA
Prozessortakt: extern 4MHz, intern 2MHz
Digitalports: 16x als Ein- oder Ausgang frei programmierbar, TTL Pegel,
Last max 10mA
IRQ Eingang: 1x TTL Pegel
Frequenzeingang1: 5KHz oder Anschluß für aktive DCF Antenne
Frequenzeingang2: 32KHz
Analogports Eingänge: 8x mit je 8Bit Auflösung
Analog Ausgänge: 2x Pulsweitenmoduliert, 1952Hz
RS232 Interface 9600,8,1,n kein Handshake, TTL Pegel
Tonausgabe: 1x TTL Pegel
EEPROM: 8KByte für Programm und Daten nutzbar
EEPROM: 256Byte Intern für eigene Assembler Programme
RAM: 24BYTE für Variablen nutzbar
Der Programmcode für die M-Unit wird mit der Software
C-Control BASIC V1.33 (Stand Anfang 2001) für Windows ab 9x oder NT erstellt.
Die Software liegt der M-Unit nicht bei. Man kann die Software im Internet
bei Conrad Elektronik kostenlos runterladen (rund 950KByte). Die Software
liegt aber dem Programmieradapter für die M-Unit bei. Dieser Adapter sorgt
für die Pegelanpassung von TTL RS232 auf V.24 und ist zum Anschluß der
M-Unit an einen PC notwendig, muß aber einmal extra gekauft werden. Allerdings
ist der Selbstbau sehr einfach.
Die Windows Software, vollständig in deutscher Sprache,
beinhaltet umfangreiche Testmöglichkeiten mit integriertem Simulator und
Debugger sowie eine brauchbare Hilfe in der die Befehle erläutert sind.
Der Ablauf zur Programmerstellung ist folgender:
In einem Texteditor (in CC-BASIC V1.33 integriert) schreibt
man sein Programm (Quelltext). Um das Programm auf dem PC im Simulator
auszuführen oder in die M-Unit zu übertragen um es dort auszuführen, muß
man den Quelltext übersetzen (compilieren). Dann kann man das Programm
auf dem PC starten und im Simulator testen. Wenn man meint, das alles
so funktioniert wie man es sich ausgedacht hat ;-)), dann wird das compilierte
Programm in die M-Unit geladen. Nach dem Start der M-Unit wird nun dieses
Programm abgearbeitet und macht hoffentlich, was man sich ausgedacht hat.
Wenn nicht ;-(, beginnt man von vorn. Jede Änderung des Quelltextes erfordert
neues compilieren. Das ist für reine BASIC Programmierer ungewohnt und
liegt daran, das die M-Unit keinen BASIC Interpreter kennt wie frühere
Homecomputer. Aber nur so wird der Code auf der M-Unit sehr compact. Für
Kenner von Assembler oder richtigen Programmiersprachen ist das ein normaler
Vorgang. Umfangreiche Informationen zur Firmware und Software der M-Unit
bekommt man auf der Seite von .
Die M-Unit hat einige Anschlüsse für die sich in der
Hilfe der CC-BASIC V1.33 Software keine Erläuterungen befinden. Diese
werden hier kurz beschrieben:
FREQ1 - Abfrage des Frequenzeingang 1 (x = FREQ1)
FREQ2 - Abfrage des Frequenzeingang 2 (y = FREQ2)
INTERRUPT ABC1 - eine Low-Flanke am IRQ Pin verzweigt zum Programmlabel
ABC1
RETURN INTERRUPT - Rückkehr aus einer Interruptroutine
Die M-Unit ist ein Baustein der ersten C-Control Generation
und seit 1997 im Angebot. Laut Aussage der Conrad Electronic GmbH soll
der Baustein nicht mehr für Neuentwicklungen verwendet werden.
.
|