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08. 09. 2010

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EINFACHES NETZWERK MIT W98

Aufbau eines einfachen TCP/IP Netzwerkes mit dem Betriebssystem Windows 98

Warum ein Netzwerk?

THE NETWORK IS THE COMPUTER!
SUN microsystems ®

Vater macht seine Büroarbeiten auf einem Rechner mit Laserdrucker, Die Kinder haben einen Spielecomputer, Mutter gestaltet eine Präsentation am Notebook mit angeschlossenem Farbdrucker. Wenn Vater mal etwas buntes ausdrucken will speichert er seine Daten auf Diskette und geht damit zu Mutters Rechner. Wenn Mutter die Hausarbeiten ihrer Kinder lesen will, die diese am Rechner schreiben, geht sie ins Kinderzimmer. Wenn die Kinder ihr Werk dann ausdrucken wollen, müssen sie die Daten auf Diskette speichern und zu einem Rechner mit Drucker gehen. Auf allen Rechnern müssen dann auch noch die entsprechenden Programme installiert sein.

Es geht auch anders. Neuere Computer sind oft schon mit einem LAN Anschluß ausgerüstet. Die Nachrüstung, auch älterer Maschinen, ist heute einfach und preiswert.

Die notwendigen Daten zur Einrichtung der Computer muß man sich vor dem Beginn der Arbeiten überlegen. Unter dem Rechnernamen wird jeder Computer eindeutig identifiziert. In einer Arbeitsgruppe sollten Rechnernamen nur einmal vorkommen. Arbeitsgruppen fassen Rechner zusammen. Die Netzwerkmaske legt in unserem Fall fest, das keine Subnetze eingerichtet werden. Die IP Adresse wird in einen Bereich für private Netze gelegt. Die Auswahl wird durch die Vorbereitung für eine Internetanbindung beeinflußt. Die Namen sind wilkürlich gewählt.

Planung

Rechnername:
Gericom1
Manni2
MAN_HGW
Arbeitsgruppe:
ML_NET
ML_NET
ML_NET
IP Adresse:
192.168.0.2
192.168.0.3
192.168.0.1
Netzmaske:
255.255.255.0
255.255.255.0
255.255.255.0

Im Handel gibt es Netzwerkkits die meistens zwei Netzwerkkarten, einen HUB und die notwendigen Kabel enthalten. Abzuraten ist von Netzwerkkarten mit eingebautem HUB. Der HUB bestimmt wesentlich die Geschwindigkeit im Netz. In der Regel sind moderne Netzwerkkarten für 100Mbit/s oder mehr ausgelegt. Die meisten einfachen HUBs können nur 10Mbit/s. Wenn man irgendwann das Geld für einen teuren 100Mbit/s HUB investieren möchte, muß man dann nicht gleich die Netzwerkkarten wechseln.

Unser Netzwerk benötigt einen HUB und jeder Computer braucht einen LAN (10bT RJ45) Anschluß. Dieser Anschluß ist manchmal auf dem Mainboard vorhanden oder es muß eine Netzwerkkarte installiert werden (Notebook: PCMCIA Karte). Es gibt auch LAN Adapter für den USB Port. Diese erreichen aber nicht die Geschwindigkeit normaler Netzwerkkarten. Ansonsten ist der Typ der LAN Karte unkritisch. Die Einrichtung der Netzwerkhardware erfolgt entsprechend den Herstellerangaben. Wenn die Karte richtig eingerichtet ist, erscheint sie im Gerätemanager von W98 betriebsbereit.

Hardware

Die Verbindung jeder LAN Karte mit dem HUB erfolgt mit handelsüblichen, ungekreuzten RJ45 Netzwerkkabeln. Am HUB ist in der Regel ein Anschlußplatz umschaltbar ausgeführt, zur Verbindung mit anderen HUBs. Dieser Anschluß sollte erstmal frei bleiben. Einige Notebook aktivieren die Netzwerkkarte nicht richtig, wenn sie kein Signal von der Gegenseite empfangen. Also sollte ein Notebook mit PCMCIA LAN Karte beim Starten des Rechners immer schon mit dem aktiven HUB verbunden sein. Wenn alles richtig zusammen geschaltet ist und die Computer hochgefahren sind, muß an den benutzten Ports am Computer, sowie am HUB, die grüne LED leuchten. Die Abbildung zeigt einen einfachen Test der Netzwerkkarte.

Hardwaretest

Wenn bis hier alles funktioniert, kann der Computer eingerichtet werden.

Am Beispiel des Rechners Gericom1 wird die Einrichtung eines Computers beschrieben. Alle anderen Computer im Netzwerk werden entsprechend des Übersichtsplanes eingerichtet.

Identifikation:

Namen

Das zur Netzwerkkarte gehörende TCP/IP Protokoll wird ausgewählt.

Druckerfreigabe

Wenn noch nicht vorhanden, muß die Datei und Druckerfreigabe installiert werden.

Adresse

IP Adresse und Subnetzmaske eintragen.

Bindungen

Die Datei und Druckerfreigabe wird erlaubt.

Zugriffssteuerung

Jeder Computerbenutzer muß die Dateien und Drucker selbst freigeben, welche Anderen zur Verfügung stehen. Niemals das ganze Laufwerk C:\ freigeben. Besser ist es ein extra Verzeichnis zu erzeugen über das Daten ausgetauscht werden können. Die Freigabe erfolgt im Explorer indem man mit der rechten Maustaste den entsprechenden Ordner auswählt und die Freigabe aktiviert. Wenn man mit einem Computer eine Internetverbindung aufbaut, sollten für die Zeit der Verbindung keine Dateien freigegeben sein. Entsprechende Warnoption im Browser aktivieren.

Wenn alle drei Computer eingerichtet sind, kann man noch einige Test durchführen. Die Befehle werden am DOS Prompt eingegeben.

ping (IPAdresse) oder (Rechnername)

Ein PING auf die IP Adressen der jeweils anderen Computer sollte beantwortet werden.

ping

ipconfig
Zeigt die Einstellungen der Netzwerkkarte.

winipcfg
Zeigt auch die eindeutige Netzwerkkartenadresse.

Die erkannten Computer, mit freigegebenen Ordnern und Druckern, werden im Explorer unter Netzwerkumgebung angezeigt. Dort kann man auch nach Computern suchen. Ein freigegebener Drucker kann von allen Computern genutzt werden. Dazu muß der Drucker, auf dem die Druckaufträge anfordernden Computer, noch eingerichtet werden. Dazu im Explorer unter Netzwerkumgebung auf den freigegebenen Drucker klicken und den Anweisungen folgen. Danach erscheint der Drucker in der Druckerliste als Netzwerkdrucker. Wenn man idealerweise einen Drucker mit Netzwerkanschluß besitzt, wird dieser direkt am HUB angeschlossen und über TCP/IP verwaltet.

Das kleine Netz ist schnell und einfach installiert. Es bietet die Möglichkeit des schnellen Datenaustausch und die einfache Nutzung von Druckern durch mehrere Computer. In diesem Beispiel arbeitet jeder Computer gleichberechtigt. Es gibt keinen SERVER oder HOST. Jeder Computer ist zudem in der Lage bei entsprechender Ausrüstung (Modem) eine eigene DFÜ Verbindung ins Internet herzustellen. Darauf haben aber die anderen Computer keinen Zugriff. Wie man dieses Problem elegant lösen kann, ist einem folgenden Beitrag vorbehalten.

 

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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