|

INTERNET IM W98 NETZWERK
Nutzung eines einzigen DFÜ Anschlusses
durch alle Rechner im Windows Netzwerk für den Internet Zugang
Oft ist ein Computer mittels Modem, ISDN-Adapter oder
ADSL Anschluß über die Telefonleitung mit dem Internet verbunden. Da wir
nun ein kleines Netzwerk aufgebaut haben bietet es sich an, jeden Rechner
in diesem Netz das Internet über einen einzigen Zugang nutzen zu lassen.
Voraussetzung ist, das auf dem Rechner, welcher die DFÜ (Daten
Fern Übertragung) Verbindung bereitstellt, Windows ab W98
Zweite Ausgabe (W98SE) installiert ist. Das bekommt man heraus, indem
man sich die Eigenschaften von System anzeigen läßt (Arbeitsplatz - rechte
Maustaste - Eigenschaften). Ab W98 Zweite Ausgabe kann man einen Rechner
als Gateway (Übergang von einem Netz in ein anderes Netz) konfigurieren.
Dieser Rechner ermöglicht allen anderen Rechnern im Netzwerk den Internetzugang.
Alle Rechner teilen sich diesen Zugang. Das Verfahren nennt sich unter
Windows: ICS (Internet Connection Sharing). In diesem
Beispiel wird davon ausgegangen, das die IP Adressen in unserem eigenen
Netz fest vorgegeben sind. Die IP Adresse vom ISP (Internet Service
Provider) wird erst bei der Anmeldung dynamisch zugewiesen.

| Rechnername: |
Gericom1
|
Manni2
|
MAN_HGW
|
| Arbeitsgruppe: |
ML_NET
|
ML_NET
|
ML_NET
|
| IP Adresse: |
192.168.0.2
|
192.168.0.3
|
192.168.0.1
|
| Netzmaske: |
255.255.255.0
|
255.255.255.0
|
255.255.255.0
|
Das Beispiel zeigt unser einfaches Netzwerk. Der Rechner
MAN_HGW wird mit einem DFÜ Gerät ausgerüstet. In diesem Beispiel ist das
DFÜ Gerät ein Modem welches am USB Anschluß betrieben wird. Es kann aber
auch ein ISDN Adapter oder ein ADSL Modem genutzt werden. Das DFÜ Gerät
wird nach den Anweisungen von Hersteller und ISP installiert und eingerichtet.
Für ein ADSL Modem ist eine eigene Netzwerkkarte erforderlich. Das ADSL
Modem kann nicht am HUB angeschlossen werden. Nach erfolgreicher Installation
sollte die Internetverbindung zum ISP funktionieren.
Wenn auf MAN_HGW die Internetverbindung funktioniert,
kann dieser Rechner als Gateway eingerichtet werden. Danach werden alle
anderen Rechner im Netz so eingerichtet, das sie die Internetverbindung
nutzen können.
In -SYSTEMSTEUERUNG- unter -SOFTWARE- -WINDOWS SETUP-
auswählen. Das System sucht die installierten Komponenten. Dann unter
-INTERNET PROGRAMME-DETAILS- -INTERNETVERBINDUNGSFREIGABE auswählen. Den
Anweisungen folgen.

Nach der erfolgreichen ICS Installation muß sich im Gerätemanager
unter Netzwerkkarten ein zusätzliches Gerät befinden: Internetverbindungsfreigabe.

Nun sehen wir uns die Netzwerkeigenschaften an.
Zu jedem, im Gerätemanager vorhandenen, Netzwerkgerät gibt es einen TCP/IP
Eintrag. Es sollte etwa so aussehen, wie das Bild oben zeigt. Die -EIGENSCHAFTEN-
der jeweiligen TCP/IP Einträge werden wie folgt eingestellt:
1. TCP/IP (freigegeben)> DFÜ Adapter (Gerät das die Verbindung
zum Internet herstellt)
2. TCP/IP (Heim) > Realtek... (Netzwerkkarte, welche
die Verbindung zu unserem Netz herstellt)
3. TCP/IP > Internetverbindungsfreigabe
Es folgt die Einrichtung des IE.
Unter -INTERNET EXPLORER-EIGENSCHAFTEN-VERBINDUNGEN-FREIGABE-
stellen wir folgendes ein:
Dann sollte im IE noch folgendes
eingestellt werden:
Diese Einstellungen finden sich meist bei den Eigenschaften
für das DFÜ Gerät welches die Verbindung zum ISP herstellt. Die Leerlaufeinstellung
ist ein Erfahrungswert. Siehe hierzu auch .
Nach dem Neustart des Rechners erscheint in der Taskleiste
ein Symbol für die Internetverbindungsfreigabe. Zum Test wird mit dem
IE eine Internetverbindung zu einer Internetseite hergestellt. Danach
wird das Programm -WINIPCFG- am Prompt gestartet. Es können nun die Eigenschaften
von DFÜ-Adapter und Netzwerkkarte angesehen werden. Bei der Gelegenheit
sollten die IP Adressen der DNS Server notiert werden.


Wenn bis hier Alles funktioniert, können die anderen
Rechner im Netz so eingerichtet werden, das sie die Internetverbindung
ebenfalls nutzen.
Probleme:
Wird die Internetverbindungsfreigabe bei einer Neuinstallation
von Windows gleich mit ausgewählt (besser ist, das nicht zu tun), dann
erscheint das Gerät im Gerätemanager mit einem gelben Ausrufezeichen.
Das bedeutet, das die Freigabe nicht vollständig eingerichtet ist. Man
muß dann -INTERNET EXPLORER-EIGENSCHAFTEN-VERBINDUNGEN-FREIGABE- starten.
und den Anweisungen folgen.
Bei allen Problemen ist es besser die Internetverbindungsfreigabe
vollständig zu entfernen und neu anzufangen. Wichtig ist, das die TCP/IP
Protokolle zu den Netzwerkgeräten richtig zugeordnet sind. Wenn der DFÜ
Adapter z.B. als -HEIM- zugeordnet ist, wird das Ganze nicht funktionieren.
Aufschluß darüber, wie Windows die Geräte zuordnet, gibt die Datei -ICSSetup.log-
im Windows Verzeichnis. Die Datei kann mit einem Texteditor angesehen
werden. Ganz unten sollten die richtigen Zuordnungen erscheinen.
Wird eine Netzwerkkomponente auf diesem Rechner entfernt
oder neu installiert, muß auch die Internetverbindungsfreigabe entfernt
und neu installiert werden.
Beschrieben wird die Einrichtung eines Rechners (Manni2).
Alle anderen Netzwerkrechner werden entsprechend eingerichtet. Ich empfehle
die Einrichtung "von Hand". Die bei der Einrichtung des Gatewayrechners
erstellte Diskette ist dann nicht notwendig.
In unserem Beispielnetzwerk haben wir schon eine TCP/IP
Verbindung zu unserem Gatewayrechner. Wir müssen nun unserem Netzwerkrechner
noch sagen, das ein Gateway zum Internet existiert. Außerdem braucht unser
Netzwerkrechner Informationen zum DNS Server des ISP. Das ist notwendig,
da unser Gatewayrechner kein DNS Server ist und jeder Netzwerkrechner
die DNS Informationen selbst finden muß.
Die IP Adresse unseres Gatewayrechners wissen wir: 192.168.0.1
Die DNS IP Adresse(n) haben wir beim Test des Gatewayrechners hoffentlich
notiert: In den Netzwerkeigenschaften wird der TCP/IP Eintrag der Netzwerkkarte
ausgewählt.

Die Eigenschaften werden wie folgt eingestellt:

Der IP Eintrag sollte schon existieren.


Hier wird die IP Adresse des Gatewayrechners eingetragen.

Hier wird der Name des gerade in Bearbeitung befindlichen
Rechners (Manni2) eingetragen, sowie die IP Adressen der DNS Server des
ISP. In diesem Beispiel sind es die DNS Server vom ISP 1und1.

Nur der Vollständigkeit wegen, dieser Eintrag sollte
schon existieren.
Abschließende Bemerkungen
Auf den Netzwerkrechnern sollte die Startseite des Browsers
auf eine lokale HTML Seite auf der Festplatte eingestellt werden. Der
Browser wird bei jedem Start versuchen, auf die Startseite zuzugreifen.
Das bedeutet, das der Netzwerkrechner die DFÜ Verbindung auf dem Gatewayrechner
startet, wenn sie noch nicht besteht. Der Nutzer am Netzwerkrechner merkt
davon nichts. Wenn dann bei den Enstellungen der DFÜ Verbindung das Passwort
nicht gespeichert wurde, wird dieses vom DFÜ Programm angefordert. Das
erfolgt aber auf dem Gatewayrechner, der Nutzer am Netzwerkrechner hat
keine Möglichkeit zur Passworteingabe. Dieses Problem kann man nur organisatorisch
lösen. Entweder man speichert das Passwort für die Internetnutzung auf
dem Gatewayrechner oder man läßt eine Internetverbindung nur zu, wenn
diese auf dem Gatewayrechner besteht. Ebenso kann der Nutzer am Netzwerkrechner
die Internetverbindung nicht abbrechen, wenn sie besteht. Die Verbindung
wird nach der in automatisch abgebrochen.
|