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08. 09. 2010

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EIN NEUER PC

Erste Erfahrungen

Mein dritter, IBM kompatibler PC, ist von der Stange bei einer großen roten Marktkette in Deutschland gekauft. Neben einfachen Aufgaben eines Computers wie: Texte schreiben, Tabellen kalkulieren, Datenbanken abfragen, Bilder bearbeiten, Zeichnungen erstellen, Drucken, Internet- und Mail- Zugang, Spielen usw., soll dieses System einen CD, MP3 oder DVD Player, einen Audio oder Videorecorder oder ein Audio oder Video Schnittsystem, nicht nur vollständig ersetzen sondern, je nach Software, mit Möglichkeiten versehen, die noch vor einiger Zeit im Hobby Bereich nicht bezahlbar oder einfach undenkbar erschienen. Einige Daten:

CPU: Pentium 4 - 2GHz; L2C :512KB
RAM: 256MB DDR; 2Plätze, 1x belegt
HD: 80GB; 76317MB nutzbar
DVD ROM 16/40 CDRW 32/12/48
Video: GeForce4 MX440 64MB RAM
Audio: Dolby 5.1 on Board
Modem: Intern 56K V.90 LAN:
Fast Ethernet 10/100 on Board
2x PCI Steckplatz frei;
1x HD ATA100 Anschluss frei

Anschlüsse:
2x PS2
1x Parallel
1x Seriell
1x Gameport / Midi
1xCRT Monitor
Video in und out je 1x Composite + S-Video
2x Audio Line in
1x Microphone in
3x Audio Line out für 6Kanal Audio
1x Audio SPDIF KOAX in,
1x Audio SPDIF KOAX out
1x Modem RJ-11
1x LAN RJ-45
2x i-Link IEEE1394 (Firewire)
4x USB 1
ConnectX Anschluss Panel an der Gehäusefront

Software:
MS Windows XP Home-Edition OEM,
MS Works Suite 2002 DVD OEM (bestehend aus MS Word 2002, MS Works 6.1, MS Encarta Encyclopedia 2002, MS Picture It! Photo 2002, MS AutoRoute 2002)
InterVideo Win-DVD-CODER-DVR-PRODUCER-RIP
Adobe Acrobat Reader
Nero Burning ROM

Ein Standard PC mit allen gängigen Anschlüssen. Besonders die SPDIF und Video Anschlüsse sind für mich wichtig. Es ist ein guter Durchschnitt was man an Leistung für das Geld bekommt. Wer einen HI-END-SPIELE-PC erwartet, ist vielleicht enttäuscht. Gemessen an meinem fast 5 Jahre alten P2-400 ist es aber schon ein Sprung und für gelegentliches Zocken ausreichend. Außerdem sind das aktuelle BS von Microsoft dabei und alle mitgelieferte Software auf die Hardware abgestimmt. Die InterVideo Software ist nicht auf dem neuesten Stand, aber zu gebrauchen. Positiv sind die vorn zugänglichen Anschlüsse: 2x USB; 1x i-Link 1x Video in, 1xAudio in, 1xMicrophone in. Negativ ist das einfache Blechgehäuse. Außerdem ist der PC recht laut, was vor allem auf den Lüfter für die CPU zurückzuführen ist. Ein Blick in das Gerät ist nach Lösen von zwei Schrauben möglich und zeigt einen einfachen aber soliden Aufbau. Der PC wird vollständig vorkonfiguriert geliefert. Aber alle Software liegt auch auf CD bzw. DVD bei. Die Inbetriebnahme ist problemlos. Windows XP ist schon aktiviert. Natürlich fällt die Werbung für die Marktkette, den Hersteller und Onlinedienste auf. Die Platte ist in drei Partitionen aufgeteilt. Davon dient eine für die Wiederherstellung des Systems in den Auslieferungszustand. Recht knapp ist die beigelegte Dokumentation. Es fehlt eine genaue Beschreibung vom Mainbord. Der Support über das Internet ist gut. Anfragen wurden innerhalb zweier Arbeitstage beantwortet. Der Firmensitz ist in Deutschland.

Neu ist für mich Windows XP. Ich habe nach W98SE privat keine Updates mehr mitgemacht. Mit W98SE bin ich vertraut und es läuft auf meinem alten PC sehr zuverlässig. Es galt also zuerst WXP etwas zu erkunden. Meiner Meinung nach wichtigste Neuerung ist das Dateisystem NTFS. Wer mit WNT zu tun hat wird es schon kennen. Damit sind endlich die Voraussetzungen für echten Multiuser Betrieb gegeben. Leider werden die Möglichkeiten von der XP Home Edition nicht ausgenutzt. Ich hatte erwartet, dass es so wie bei WNT oder UNIX Systemen funktioniert. Es gibt aber nur eine Zweiklassen Gesellschaft: den Administrator und den Rest der Welt. Wenn man allein den PC nutzt, braucht man keine User einzurichten. Man muss noch nicht mal ein Passwort festlegen. Anders ist es, wenn mehrere User den PC nutzen. Komfortabler als bei W98SE ist die Netzwerkadministration. LAN, Internet und Mail sind schnell eingerichtet. Es sollten aber grundlegende Netzwerkkenntnisse vorhanden sein. Positiv ist, dass einige Sachen für die man bei W98 noch Tools brauchte, bei WXP schon drin sind, z.B. ZIP Packer - Entpacker, Dateibetrachter, Brennsoftware für die normalen Sachen. Ich habe erst mal alle Hardwarekomponenten ausprobiert. Die SPDIF Anschlüsse funktionieren obwohl sie im BIOS nicht aktiv gesetzt sind. Bei der Gelegenheit stellte sich heraus, dass die Tonausgabe von DVD Filmen an SPDIF nur PCM ist. Will man das komplette Signal ausgeben, muss in der DVD Wiedergabesoftware die SPDIF Ausgabe ausdrücklich noch mal aktiviert werden. Das ist kein Nachteil, man muss es nur wissen, um den vollen 6Kanal Sound von AC3 am Verstärker (z.B. Philips FR960) zu genießen.

Ich habe dann etwas mit dem System gespielt, was ich natürlich sonst nie mache ;-)). Mal hier und da geklickt, diese und jene Software ausprobiert usw. Mit der alten, von mir genutzten Software gibt es kein Problem. Selbst 8Jahre alte W3.1 Software (ja, ich nutze so was noch) läuft problemlos, auch ohne Nutzung des Kompatibilitätsmodus. Aber, keine Regel ohne Ausnahme. Ich nutze zwei Geräte die sehr hardwarenahe arbeiten: einen MP3 Player RIO PMP300 am Parallelport und einen SmartMedia Adapter im Floppylaufwerk. Beide Geräte sind mit der alten Software erst mal nicht zum Arbeiten zu bewegen. Eigentlich war das zu erwarten. WXP lässt den Zugriff auf Hardware nicht mehr so einfach zu. Das bedeutet, dass man generell ein Problem mit solchem Zubehör bekommt. Da hilft nur, sich beim Hersteller nach Lösungen (Treiber für WXP) zu erkundigen. Man kann nur hoffen, dass die Hersteller etwas tun bzw. dass es die Hersteller noch gibt. Für den SM Adapter habe ich eine Lösung bei www.olympus.de gefunden. Für RIO PMP300 gibt es eine Freeware Lösung bei www.drilsej.com/rio.html .

Nachdem ich nun das System etwas durcheinandergebracht hatte, beschloss ich eine Neuinstallation. Es war Neugier (wie geht das denn bei WXP?) und der Wunsch den Werbemüll von der Platte zu werfen. Nebenbei erfährt man, ob die beigelegte Software vollständig und in Ordnung ist. Vorweg: Man soll sich ruhig trauen. Man kann nichts kaputt machen und auch keine Daten verlieren, solange man nichts Wichtiges aufgespielt hat, denn der PC ist ja neu. Man lernt sein System besser kennen und weiß etwas mehr darüber. Der Hersteller sagt, dass eine Neuinstallation von WXP auf der gleichen Hardware keine neue Aktivierung erfordert, solange das BIOS nicht verändert wird. Ich installiere ein neues Betriebssystem nie über ein altes, sondern formatiere die Platte neu. Das hat sich bewährt.

Ich habe die Platte in zwei Partitionen eingeteilt und formatiert. Dann WXP von der beigelegten CD installiert. Danach wurden die Gerätetreiber von den beigelegten CDs installiert. Im Prinzip gab es keine Probleme. Man sollte aber besser vorher beim Hersteller im Internet nach neuen Treibern sehen. Man kann bei WXP bei Problemen nicht so einfach irgendwas über das vorhandene System installieren. Es muss immer erst das alte Zeug gelöscht werden. Dieser Mechanismus kann lästig werden. Ich hatte eine falsche Sprachversion bei der Scannerinstallation gewählt. Das war so einfach nicht rückgängig zu machen. Eine Registrierung war nur bei MS Word 2002 nötig. WXP ist erst mal nicht sehr stabil. Zum Beispiel brachte der Versuch, eine größere Videodatei mit dem Mediaplayer abzuspielen, den Neustart des Computers. Gebessert hat sich das, nachdem die von Microsoft angebotenen Updates durchgeführt wurden. Das habe ich so eingestellt, dass ich wenigstens benachrichtigt werde. Die Installation muss man dann noch starten. Immerhin hat das Laden der Dateien mit Modem bei mir eine Stunde gedauert und hat wohl geholfen. Trotzdem macht WXP auf mich einen durchwachsenen Eindruck. Man hat einfach das Gefühl nicht über den Dingen zu stehen und von anderen Leuten abhängig zu sein.

M.L. August 2002

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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