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08. 09. 2010

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DA Wandler oder PWM Ausgang?

Funktion und Nutzung der DA Ausgänge bei C-Control M-Unit

C-Control M-Unit hat zwei Ausgänge mit der Bezeichnung DA (Digital Analog) Wandler. Auf den ersten Blick könnte man annehmen, das diese Ausgänge die umgekehrte Funktion der acht AD (Analog Digital) Wandler haben, welche eine Gleichspannung in einen Digitalwert wandeln, der von einem Mikrocontroller verarbeitet werden kann. Es handelt sich aber um PWM (Pulse Width Modulation) Ausgänge.

Bei PWM wird der Ausgang mit einer konstanten Frequenz angesteuert. Bei der M-Unit 2.x beträgt der Wert etwa 1,95KHz. Schreibt man nun in das Register für den PWM Ausgang einen Wert, verändert man nicht die Frequenz sondern das Verhältnis der Zeit in welcher der Ausgang HIGH oder LOW ist. Der DA Ausgang einer M-Unit kann also, genau wie jeder andere Digitalport, nur die Werte HIGH oder LOW annehmen.

PWM1

Das Bild zeigt den Impulsverlauf bei der M-Unit 2.x mit einem DA Wert von 0. Eine Periode der 1,95KHz Schwingung dauert 512µs. Davon ist der Port 2µs HIGH die restliche Zeit LOW.

PWM2

Wird das DA Register mit dem Wert 127 beschrieben ist der Port jeweils die Hälfte der Zeit HIGH oder LOW.

PWM3

Bei einem Wert von 255 wird der Port für 510 µs HIGH und für 2µs LOW sein.

Die Register der DA Wandler der M-Unit können mit 8Bit beschrieben werden. Es sind also 256 Zustände möglich. Nach dem Einschalten steht der Wert 0 in den DA Registern. Wird ein DA Register beschrieben, behält es seinen Wert solange, bis es neu beschrieben wird. Nach einem Reset oder einem Stromausfall steht wieder der Wert 0 im Register. Will man nach einem Reset oder Stromausfall einen bestimmten oder den letzten Zustand erhalten, muss man selbst als Programmierer dafür sorgen. Bei der Beschaltung eines DA Ausganges sind die gleichen Regeln zu beachten, wie bei einem normalen digitalen Port der M-Unit.

PWM eignet sich gut um die aufgenommene Leistung von Verbrauchern zu steuern.

PWM Test1

Das Bild zeigt ein Beispiel um die Helligkeit einer LED zu verändern.

Ein Beispiel Programm in CC-Basic:

define poti AD[1]
define ausgang DA[1]
'
#loop
ausgang = poti
goto loop

Die 8Bit Werte am AD1 werden ständig in das Register von DA1 geschrieben. Eine Änderung von P1 bewirkt eine Änderung des AD1 Wertes und somit eine Änderung des DA1 Wertes. Die LED wird sehr schnell, abhängig vom DA1 Wert, Ein- und Ausgeschaltet. Das menschliche Auge kann der 1,95KHz Frequenz nicht folgen. Wir sehen deshalb eine Helligkeitsänderung der LED wenn das Poti P1 verändert wird. Da bei der M-Unit 2.x bei einem DA1 Wert von 0 die Einschaltzeit 2µs beträgt, kann eine LED immer noch schwach leuchten, wenn das Poti P1 ganz nach GND gestellt wurde.

PWM Test2

Mit dieser Schaltung kann man an A1 und A2 stärkere Verbraucher ansteuern. Möglich sind z.B. Gleichstromverbraucher wie Halogenlampen, Motoren oder Heizkörper. Der eingesetzte HEXFET POWER MOSFET kann mehr als 10A bei etwa 50V schalten.
R1 verhindert mit C1 bei einem DA Registerwert von 0, das T1 noch angesteuert wird. Da T1 im reinen Schalterbetrieb arbeitet, entsteht nur eine geringe Verlustleistung. Deshalb benötigt T1 keinen Kühlkörper. Wenn man induktive Lasten ansteuert, sollte man die übliche Diode gegen induktive Spannungen nicht vergessen.
Dies ist ein Beispiel. Bei der Auswahl von T1 für konkrete Anwendungen sollte man die Datenblätter lesen. Man muss für solche Leistungsanwendungen auch die Versorgungsspannungen zwischen Leistungsteil und M-Unit sorgfältig trennen. Es ist zu beachten, dass ein Verbraucher die mit T1 geschaltete Spannung auch verträgt.
Besonders bei induktiven Verbrauchern, wie Motoren, kann es vorkommen, dass man die PWM Frequenz (etwa 1,95KHz) wahrnimmt, da diese Frequenz in den Hörbereich des Menschen fällt.
Das Beispiel zeigt die Steuerung mit P1. Was im Register DA1 tatsächlich steht ist aber von den Ideen des Programmierers abhängig und somit ein weites Betätigungsfeld.

Analogausgang1

Mit einem RC Filter kann man aus einem PWM Signal ein echtes Analogsignal machen. Das Bild zeigt den einfachsten Weg. Diese Schaltung wurde auf dem Starter Board C-Control1 der ersten Generation eingesetzt. Mit einem hochohmigen Voltmeter kann man am Ausgang A eine Spannung zwischen 0 und 5V messen. Die Auflösung beträgt 5V/256 etwa 20mV. Der Nachteil dieser Schaltung ist der relativ große Innenwiderstand und die hohe Restwelligkeit.

Analogausgang2

Ein aktives Filter mit IC1 als Spannungsfolger kann diese Werte verbessern. Ein OPV LM358 kann fast bis 0V auf der GND Seite gesteuert werden. Um am Ausgang eine Spannung von 5V zu erreichen muss UB am IC1 etwa 6,5V betragen. Hat man nur 5V als Spannungsversorgung gibt es die Möglichkeit einen RAIL TO RAIL OPV (z.B. AD822) einzusetzen. Diese speziellen OPV können bis auf wenige mV an die Betriebsspannung gesteuert werden.

Will man höhere Spannungen als 5V steuern, muss man die 5V verstärken.
Einfache Beispiele findet man auf meiner Webseite:
Elektronik Poti
Eprom Programmer

M.L. 09/2005

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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