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QUÉBEC 1997
Wir haben die Hälfte des Lehrgangs geschafft und ein
Wochenende vor uns. Am Sonnabend machen wir einen Ausflug nach Quebec,
der Hauptstadt der Provinz Quebec.

Aufbruch von Montreal. Die Gegenfahrbahn ist oft nicht
zu sehen, da der Highway sehr großzügig angelegt wurde. Platz ist ja genug
vorhanden. Man kann die Automatik auf 100Km/h einstellen und muß nur aufpassen,
das man nicht einschläft.

Wir fahren auf dem Highway links des Sankt Lorenz Stromes.
Es soll der landschaftlich schönere Weg sein. Rechts und links der Straße
ist viel Wasser zu sehen. Stellenweise kann man Biber bei der Arbeit beobachten.
Unterwegs gibt es viele Motels. Dieser Teil von Kanada ist relativ dicht
besiedelt. Toilette und Händewaschen sind an den Rastplätzen umsonst.

Auf dem Highway geht es für deutsche Verhältnisse sehr
ruhig zu, keine Raser und Drängeler. Bis Quebec sind es etwa 250Km, knapp
drei Stunden Fahrt.

Quebec ist nicht so groß wie Montreal aber ein absoluter
Touristenmagnet. Hier kann man in speziellen Geschäften original von den
Ureinwohnern hergestellte Waren kaufen. Es hat aber alles seinen Preis.
An einem Tag kann man nur einen Teil der Stadt besichtigen.
Und das ist natürlich der Stadtkern mit den Befestigungsanlagen.

An der Stromseite ist ein künstlicher Weg angelegt, so
kann man um die Befestigungsanlagen herumgehen.

Man muß gut zu Fuß sein. Dafür wird man mit herrlichen
Ausblicken über den St. Lorenz Strom belohnt. Der Strom ist eine wichtige
Wasserstraße und kann bis Montreal von Ozeanschiffen befahren werden.
Die ganze Stadt atmet Geschichte.

Auf dem Rückweg verlassen wir für einige Kilometer den
Highway und fahren die Küstenstraße direkt am Strom. Eine absolute Touristenstrecke.
Allerdings muß man viel Zeit mitbringen.

Es gibt viele kleine Ortschaften. Wir finden ein kleines
gemütliches Lokal. Hier wird nur französisch gesprochen. Mit dem, was
mein Sprachübersetzer bei dem Wort Brötchen anzeigt kann der Wirt nichts
anfangen. Wir kommen aber trotzdem zu einem Imbiss.
M.L. 1997
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