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08. 09. 2010

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SERVOTESTER

Einfacher Tester für Modellbau Servo und Fahrregler

Um an einem ferngesteuerten Modell Einstellungen vorzunehmen ohne den Sender in Betrieb nehmen zu müssen, ist ein Gerät nützlich, dass den Kanalimpuls erzeugt. Das vorgestellte Gerät lässt sich mit einem Oszillograf abgleichen und erzeugt einen Impuls von 0,9 bis 2,1ms mit großer Genauigkeit.

Theorie

Fernsteuerungen für den Modellbau arbeiten mit genormten Signalen. Am Ausgang eines Kanals des Fernsteuerempfängers liegt ein Signal das der Abbildung entsprechen sollte. Ein Kanalimpuls wird im Abstand von etwa 20 bis 22ms wiederholt. Mit dieser Taktfrequenz wird das Nutzsignal übertragen. Dieses Nutzsignal ist ein Impuls mit variabler Länge im Bereich von 1 bis 2ms. In der Impulslänge befindet sich die Information.

Ein Servo wandelt die Impulslänge in einen mechanischen Stellweg um:

1ms = Servo in einen Vollausschlag
1,5ms = Servo in Mittelstellung
2ms = Servo in entgegengesetzten Vollausschlag

Ein elektronischer Fahrregler wandelt die Impulslänge in Drehzahl und Drehrichtung eines Elektromotors um:

1ms = Motor dreht mit voller Drehzahl in die eine Richtung
1,5ms = Motor steht still
2ms = Motor dreht mit voller Drehzahl in die entgegengesetzte Richtung

Impulsverlauf

Die Abbildung zeigt den Impulsverlauf. Das Prinzip gilt für alle proportional Fernsteueranlagen unabhängig davon, mit welcher Modulation die verschiedenen Anlagen die Information über den HF-Weg übertragen.

 

IC1 erzeugt den Kanalimpuls. Die Impulslänge kann mit dem Poti verändert werden. Mit den Einstellreglern R3 und R5 werden die Bereichsgrenzen eingestellt. Das erzeugte Signal gelangt über IC2B auf den invertierten Ausgang und über IC2C auf den normalen Ausgang. IC2A und IC2D erzeugen das 20ms Signal. Mit diesem Signal wird IC1 angesteuert. Werden T1 und T2 verbunden, ändert sich das Signal auf 10ms. Bestimmte Servos können auch mit einer verdoppelten Taktfrequenz getestet werden.

Oszillogramm

Das Bild zeigt das Signal, gemessen am IC2C Pin 10. Abgleich: Am IC2D Pin 11 ist mit dem Oszillografen das Signal zu messen. Der Wert sollte im Bereich 20 bis 22ms liegen. Danach wird der Oszillograf am IC2C Pin 10 angeschlossen. Das Poti wird in Stellung 1ms gedreht. Mit R5 stellt man die Impulslänge auf 1ms ein. Dann wird das Poti in Stellung 2ms gedreht. Mit R3 stellt man die Impulslänge auf 2ms ein. Der Abgleich ist mehrmals zu wiederholen, da sich die Einstellungen gegenseitig beeinflussen. Werden die angestrebten Werte nicht erreicht, sind C1 und C3 zu überprüfen. Ich nutze Bauteile aus dem Sonderangebot. Dabei stellte sich heraus, dass die tatsächlichen Werte teilweise erheblich vom aufgedruckten Wert der Bauelemente abweichen.

Aufbau

Board

Schaltplan und Platine sind mit der Freeware Version des Programms EAGLE erstellt. Es werden nur Standardbauteile verwendet. Die Anordnung der Bauteile wird durch das Gehäuse bestimmt.

Leiterplatte

Die bestückte Platine. Das Poti ist eine Ausführung mit Schalter. Eine LED zeigt die Betriebsbereitschaft an. Die Form und Größe der Platine ergibt sich aus den Gehäuse Abmessungen.

Innenansicht

Das Kunststoffgehäuse ist aus dem Sonderangebot. Im Gehäuse sind Nuten für die Platine vorhanden. Es sind weiter keine Befestigungen erforderlich. Die Stromversorgung erfolgt mit 4x Mignon Accus oder Batterien die in einer handelsüblichen Halterung untergebracht sind.

FrontansichtBeschriftung

Das fertige Gerät. Die Beschriftung ist auf selbstklebendes Papier mit einem Tintenstrahl Drucker gedruckt. Anschließend wird das Papier mehrmals mit einem Fixierspray behandelt, um die Oberfläche haltbarer zu machen. Die Durchbrüche im Gehäuse werden nach dem Aufkleben erzeugt.

M.L. 02/2004

Meine große Liebe hat mich verraten, als ich 13 war. Jetzt liebe ich Jesus. Ich habe alles, was ich brauche.

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Aktualisierung:
06.07.2009

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