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STOCKHOLM IM JUNI 2001
Freunde hatten mich eingeladen, einige Tage nach Stockholm
zu kommen. Zu dieser Zeit war gerade Mittsommer in Schweden. Ich beschloß
das Auto zu nehmen, so konnte ich ein paar Sachen für meine Freunde mitnehmen.
Die Fähre von Sassnitz nach Trelleborg buchte ich im Internet bei .
Als ich am Reisetag die Fähre erreichte, ging hinter mir die Luke zu.
Nach knapp vier Stunden Seereise war ich in Schweden. Vor mir fuhren alle
Autos durch die Zollkontrolle. Nur ich wurde (natürlich wie immer) angehalten.
Zum Glück brauchte ich den Kofferraum nicht zu öffnen. Nur die üblichen
Fragen: Wohin? Warum? Wie lange? Dann konnte ich aber weiter fahren. Dank
guter Vorbereitung fand ich mich auf den Straßen gut zurecht. Auf der
E6 bis Helsingborg, dann die E4 bis Stockholm das ist doch einfach. Auf
halben Wege gibt es eine schöne Raststätte.


An der Raststätte Gränna befindet sich eine Burgruine.
Von dort hat man einen tollen Blick auf den Vättern See.
Die ganze Strecke war, aus Sicht eines deutschen Autofahrers,
nicht viel los auf den Straßen. Erst bei der Einfahrt nach Stockholm wurde
der Verkehr dichter. Aber Stadtauswärts gab es einen langen Stau. Ich
hatte eine Wegbeschreibung meiner Gastgeber und fand den Weg auf Anhieb.
Etwas verwirrend ist, das die Hauptstraße nicht angezeigt wird. Eigentlich
heißt es dann rechts vor links. Aber ich folgte einfach den anderen Autos
und bin auch heil angekommen. Am nächsten Tag war Mittsommer, das Wochenende
welches dem längsten Tag des Jahres am nächsten liegt. Es ist der wichtigste
Feiertag in Schweden.
Wir fuhren nach Nynäshamn. Hier fand eine der vielen
Mittsommer Feiern statt.

Die Feier unterscheidet sich von deutschen Volksfesten.
Es gibt auch ein paar Bierstände. Aber vor allem für Kinder wird etwas
geboten. Den typischen deutschen Jahrmarkt habe ich nicht gesehen.
Das Fest ist sehr traditionell. Auf dem Festplatz wird
ein geschmückter Maibaum errichtet. Dazu gibt es traditionelle Musik,
natürlich original von einem Chor gesungen. Es kommen sehr viele Familien.
Viele bringen ihren eigenen Picknickkorb mit. Wenn der Maibaum dann errichtet
ist, tanzen die Menschen um diesen herum.
Zuerst tanzen mehr professionelle Gruppen in traditioneller
Kleidung um den Maibaum.
Danach finden sich nach und nach die meisten Anwesenden
ein. Das Ganze wird von einer Vorsprecherin organisiert so das es kein
Durcheinander gibt. Es geht sehr familiär zu. Auf der Rückfahrt habe ich
dann auch noch "kleine" Maibäume gesehen wo einfach ein paar Leute auf
einer Wiese feierten. Da das Wetter an diesem Tag gut war wurde es dann
in der Nacht wirklich nicht völlig dunkel.
Am zweiten Tag machten wir einen Badeausflug und schauten
uns die Gegend an.

Ich sehe mir gern Dinge an, die ich mir nie leisten kann.
Am dritten Tag gab es dann einen Ausflug mit dem Auto in die Umgebung
von Stockholm.


Viel Wasser, hübsche kleine Städte, lauter Gegend. Höhepunkte
waren ein Automuseum, die Stadt Sigtuna sowie Schloß Gripsholm in Mariefred.
Man müßte diese Region mal mit einem Boot erkunden.

Schloß Gripsholm, in Deutschland bekannt durch die gleichnamige
Erzählung (1931) von Kurt Tucholsky. Weniger bekannt ist, das der Name
des ersten, mit Dieselmotoren ausgerüsteten Ozean Passagierschiffes Gripsholm
lautete (1925).


In Mariefred befindet sich auch eine gut erhaltene und
schön anzuschauende Museums Eisenbahn.

Dann ging es schon wieder nach Hause. Die Fahrt verlief
ohne Probleme. Obwohl die Geschwindigkeit auf der Autobahn auf 110Km/h
begrenzt ist, habe ich bis Trelleborg eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit
von mehr als 100Km/h erreicht. Und das bei wesentlich ruhigerer Fahrweise
als auf deutschen Straßen.
Den Unterschied merkte ich sofort nach
der Ankunft in Sassnitz Mukran. Auf Rügens engen Landstraßen war ein Überholen
der LKWs nicht möglich. So zuckelten alle bis Stralsund. Dort teilten
sich die Verkehrsströme. Gegen 23:00Uhr erreichte ich Greifswald.
So ging ein Kurzurlaub zu Ende. Es war
zwar keine lange aber schöne und interessante Reise.
M.L. Juni 2001
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