Für C-Control M-Unit gibt es eine Reihe von Möglichkeiten
um Meldungen auszugeben. Das reicht von einer Leuchtdiode über 7Segment
Anzeigen bis zu kompletten LCD Displays mit eigenem Controller. Ein bestimmtes
Anzeigegerät ist heutzutage in vielen Haushalten, oft sogar mehrfach,
vorhanden: das Fernsehgerät. Die folgende Schaltung ermöglicht es C-Control
Anzeigen auf einem Fernsehgerät auszugeben. C-Control kann das beschriebene
Interface mit drei Ports ansteuern. Das Interface wird mit der SCART Buchse
des Fernsehgerätes verbunden.
Einige technische Daten:
- Anzeige von 11 Zeilen mit je 28 Zeichen (max. 308 Zeichen)
- 128 Zeichen im internen ROM zur Auswahl
- je 8 Farben für Zeichen, Zeichen Hintergrund und Bildschirm Rand im
Full Page Mode
- Ausgabe als FBAS oder RGB Signal
- Zoom und Blinken von Zeichen möglich
- Einblendung in das Video Bild möglich (Mixed Mode, Anzeige in schwarz
/ weiß)
- Stromversorgung: 5V
- Stromaufnahme: etwa 30mA
Das Interface kann mit C-Control BASIC angesteuert werden.
Das vorgestellte Programm ist hauptsächlich zum Testen gedacht. Es zeigt
den möglichen Zeichensatz auf dem Bildschirm an.
Die Hardware wird hauptsächlich durch einen IC STV5730
von der Firma SGS THOMSON bestimmt.
Dieser IC enthält alle Baugruppen zur kompletten Erzeugung eines Farbfernsehsignals
nach der PAL oder NTSC Norm sowie den Zeichengenerator und eine 3Leitung
TTL Schnittstelle. Den Chip gibt es nur als SMD Ausführung.
Auf einer Leiterplatte 100x75mm ist die Hardware untergebracht.
Als Einziges befindet sich das SMD Bauteil auf der Leiterseite. Die einseitige
Platine ist mit Absicht nicht auf kleinsten Platzbedarf optimiert und
nebenbei ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten der Freeware Version
von EAGLE.
Die Platine ist für RGB und FBAS Ausgabe ausgelegt. Der
RGB Anschluß wird nicht von jedem Fernsehgerät unterstützt, zeigt aber
mit Abstand das beste Bild. Will man kein RGB brauchen die entsprechenden
Bauteile um T2 bis T5 nicht bestückt zu werden. Die Schaltung wird dann
noch einfacher.
Im RGB Modus wird Jumper A so gesteckt, dass 1 und 2
verbunden sind. Jumper B wählt die Video Quelle, wenn Mixed Mode erwünscht
ist. Das Signal kommt entweder von der SCART Buchse 1-2 oder von der Cinch
Buchse 2-3. Im Mixed Mode werden die Anzeigen schwarz / weiß in das vorhandene
Videobild eingeblendet. Mit den Einstellreglern R19 und R21 kann man die
Helligkeit von Bildschirm und Zeichen einstellen wenn STV5730 entsprechend
programmiert ist. Über eine 6polige Buchsenleiste erfolgt die Zuführung
der Stromversorgung und der Signale des seriellen Interfaces. Außerdem
liegt hier das MUTE Signal vom STV5730 an. Dieses Signal kann man für
bestimmte Anwendungen auswerten. Im Testprogramm wird es nicht verwendet.
C3 musste etwas vergrößert werden (120p) um die Quarzfrequenz so zu beeinflussen,
dass eine Farbwiedergabe am FBAS Ausgang erfolgt.
Das vorgestellte BASIC
Programm ist hauptsächlich zum Testen der Hardware gedacht. Es ist
nicht auf Geschwindigkeit optimiert und soll nur die grundsätzliche Vorgehensweise
aufzeigen. Verwendet werden alle drei Programmiermode der seriellen Schnittstelle.
Auf dem Bildschirm wird unter anderem der Zeichensatz aus dem ROM des
STV5730 angezeigt. Helligkeit von Zeichen und Bildschirm werden mit den
Einstellreglern angepasst. Nach dem Start wird geprüft ob Port 1 low oder
high ist und entsprechend in den Mixed Mode oder Full Page Mode gewechselt.
Im Mixed Mode muss ein Video Signal vorhanden sein. Mit den Kommentaren
im Programm und der Kurzbeschreibung
der Register.pdf des STV5730 sollte es möglich sein, eigene Anwendungen
zu programmieren. Ein wenig Erfahrung bei der Programmierung eines seriellen
Interface wird vorausgesetzt.
Im Mixed Mode wird die Anzeige in das Videosignal eingeblendet.
Mit dem RGB Ausgang erreicht man die höchste Wiedergabequalität.
Es ist zu beachten, dass die Farbwiedergabe anders aussieht als am FBAS
Ausgang.