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08. 09. 2010

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WLAN - KABELLOS IM TCP/IP NETZWERK

Das einzig Wahre ist ein Kabel!

Auch ein noch so kleines Heimnetzwerk erfordert einen gewissen Installationsaufwand. Es müssen Kabel zwischen den Geräten verlegt werden. Das ist oft unerwünscht und besonders nachträglich, in vorhandenen Räumen, nicht einfach zu realisieren. Heute kann Jedermann ein Mobiltelefon haben und tatsächlich kann man darüber Computer verbinden. Aber die Netzbetreiber lassen sich das gut bezahlen und oft ist eine lokale Lösung ausreichend. Seit langer Zeit gibt es auch Infrarot Schnittstellen vorwiegend in Notebooks aber wer nutzt das schon? Die Reichweite ist auf wenige Meter beschränkt und es muss Sichtverbindung zwischen den Geräten bestehen. Mal eben in der Hängematte im Garten liegen und mit dem Notebook im Internet surfen??

WLAN (Wireless Local Area Network) nennt sich ein System, das sich wachsender Beliebtheit erfreut. Zur Übertragung werden Funkwellen im 2,4GHz Bereich genutzt. Die IEEE (Institute of Electrical and Electronic Engineers) Spezifikation 802.11 bildet die Grundlage. Es ist eine Erweiterung des Ethernet Standards. Somit steht schon fest, das auf der Computerseite die bekannte TCP/IP Technologie verwendet werden kann. Auf der Funkseite ist die Entwicklung noch nicht beendet. Derzeit ist 802.11g Stand der Dinge, abwärtskompatibel zu 802.11b. Einige Hersteller bieten auch eigene Weiterentwicklungen an. Ziel ist die Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit und die Verbesserung der Abhörsicherheit. Ein WLAN verbindet Computer direkt oder über einen Access Point auf eine Entfernung bis zu etwa 300m (Freigelände). Der Betrieb in Deutschland ist für Standardgeräte lizenzfrei. Setzt man spezielle Technik (z.B. gerichtete Antennen) ein, um größere Entfernungen zu überbrücken, muss man solche Systeme bei der RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) anmelden. Es lassen sich dann mehrere Km überbrücken.

Ist ein WLAN einmal richtig eingerichtet, funktioniert die Technologie in der Regel problemlos. Aus der Sicht eines LAN Benutzers gibt es keinen Unterschied zwischen einem Kabel und einer Funkverbindung. Die erreichbaren Übertragungsgeschwindigkeiten sind allerdings stark abhängig von den örtlichen Gegebenheiten was die Ausbreitung und Beeinflussung der Funkwellen betrifft.

In diesem Beitrag wird die Einrichtung eines WLAN unter WXP beschrieben.

Verwendet man einen Access Point, dann muss dieser zuerst konfiguriert werden. Dazu sind die Hinweise der Hersteller zu berücksichtigen. Es wird hier vorausgesetzt, dass der Access Point für WLAN richtig konfiguriert und betriebsbereit ist. Folgende Einstellungen sind notwendig:
- die Vergabe einer SSID (Service Set Identifier)
- Einrichtung der Sicherheitseinstellungen
- Festlegung eines Funkkanals
- Einrichtung des DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) Servers

Zusätzliche Konfigurationen sind je nach Hersteller möglich:
- Passwort zur Konfiguration vergeben
- Aussenden der SSID unterdrücken
- MAC (Media Access Control) Adressen der angemeldeten Computer überprüfen
- Zeitlimit für die Anmeldung festlegen
- Protokolle für Anmeldeversuche anlegen

Jeder Computer benötigt ein WLAN Interface. In modernen Notebooks ist das meistens schon fest eingebaut oder man nutzt ein Modul für den PCMCIA Steckplatz. Für Standgeräte gibt es Steckkarten für den PCI Bus oder Module zum Anschluss an den USB Bus. Wichtig ist, dass ein WLAN Modul den gleichen Standard unterstützt, wie die Gegenstelle. 802.11g ist abwärts kompatibel zu 802.11b, benötigt einen USB2 Anschluss um die volle Geschwindigkeit zu erreichen, funktioniert aber auch an USB1.

Die Hardware wird entsprechend den Hersteller Vorgaben installiert. Dabei sollte man tatsächlich die Anleitung erst genau lesen und dann beginnen. In der Regel werden Windows Betriebssysteme ab W98SE sicher unterstützt. Meine Erfahrungen zur Installation sind aber sehr unterschiedlich. Bei drei verschiedenen Herstellern hat es nur einmal auf Anhieb und reibungslos funktioniert.

Ist das WLAN Interface richtig installiert, erscheint im Gerätemanager ein neues Netzwerkgerät, ebenso in den Netzwerkeinstellungen.

WXP Gerätemanager

Dieses Beispiel zeigt die Einstellung eines "Gigaset USB Adapter 54" WLAN Moduls. In den Netzwerkeinstellungen sind in der Regel keine Einstellungen erforderlich, wenn die Option "IP Adresse automatisch beziehen" gewählt ist.

IP Configuration

Das ist die Standardeinstellung für die Verbindung zu einem Access Point welcher DHCP unterstützt.

In der Regel findet sich nach erfolgreicher Installation der Hardware ein Icon (oft in der Taskleiste) um die Software für die Einrichtung der Verbindung zu starten. Für eine Verbindung zu einem Access Point sind folgende Informationen erforderlich:
- Kennung des Access Point (SSID)
- Sicherheitseinstellungen

SSID eintragen

Hier ist die SSID des Access Point einzutragen. Für die Funkverbindung stehen 13 Kanäle zur Verfügung. Da immer mehr WLAN eingesetzt werden, sollte man einen Scan durchführen, wenn die Software das unterstützt. Der Funkkanal wird vom Access Point vorgegeben und kann nur dort geändert werden. Der Abstand von anderen WLAN sollte so groß wie möglich gewählt werden.

Sicherheit

Hier werden die Sicherheitseinstellungen vorgenommen. Die Einstellungen müssen mit denen des Access Point übereinstimmen. Im Zweifelsfall muss man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen.
Wenn auf dem Access Point die MAC Adressen der angeschlossenen Geräte kontrolliert werden, dann muss man jetzt dort die Adresse des neuen Gerätes bekannt machen. Der Befehl "ipconfig /all" zeigt diese Adresse an.

Verbindung Status

Hat man alles richtig gemacht, bekommt man nun eine Verbindung angezeigt. Die LED am WLAN Modul leuchtet jetzt ständig.

Verbindung Parameter

Man kann sich ansehen, welche Parameter der Access Point an den neu angemeldeten Computer übergeben hat. Ein "ping" auf den Access Point sollte beantwortet werden.

Um Computer mit WLAN direkt zu verbinden wird der "Ad-Hoc" Modus genutzt. Wichtig ist, das alle Computer auf den gleichen Funkkanal eingestellt sind. Außerdem muss jeder Computer eine eigene IP Adresse bekommen die sich im gleichen Netzwerk befindet. Günstig ist eine gemeinsame Arbeitsgruppe.

Bei Problemen lohnt sich ein Blick auf die Internetseite des Herstellers. Oft kann man dort schon einen neuen Treiber downladen bevor man ein neugekauftes Modul ausgepackt hat.

M.L. 07/2004

 

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Aktualisierung:
06.07.2009

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